Diese Anleitung hat einen Namen, der von dem Moment an saß, als ich sie skizziert habe. Ich blätterte in einem alten Notizbuch voller halbfertiger Ideen, als ich eine grobe Zeichnung eines schnürbaren Rückens mit herabhängenden Blumen fand, die von den Schultern fielen. Darunter hatte ich „Glyzinien-Korsett-Dings?” mit Fragezeichen gekritzelt.
Diese kleine Skizze lag fast zwei Jahre unberührt herum. Dann ging ich letzten Frühling an einem Garten vorbei, der regelrecht von lila Glyzinienblüten tropfte – und ich wusste genau, was aus diesem Design werden sollte. Ich eilte nach Hause, holte meinen fliederfarbenen Baumwollvorrat hervor und erweckte dieses Top endlich zum Leben.
Ich habe es Flieder-Wisteria-Schnürtopp genannt, weil diese herabhängenden Blütentrauben wirklich aussehen wie Glyzinien, die über deine Schulterblätter kaskadieren. Der offene Rücken, die Korsettschnürung, die zarte Blütenpasse – ein Statement-Teil, bei dem die Leute stehen bleiben und fragen: „Moment mal, das hast DU gemacht?” Und ehrlich gesagt ist genau das die Reaktion, auf die ich gehofft hatte.

Über diese Häkelanleitung
Der Flieder-Wisteria-Schnürtopp ist ein figurbetontes Häkeltop mit offenem Rücken, blumiger Schulterpasse, herabhängenden Glyzinientrauben, Schnürung im Korsettstil und gezackter Taille. Es besteht aus fünf aufeinander abgestimmten Teilen: zwei dichten fliederfarbenen Seiten- und Rückenteilen, einer luftigen, blumigen Schulterpasse, breiten gezackten Trägern, die in die Passe integriert sind, zwei spiegelbildlichen Glyzinientrauben, die als Applikationen über die Schulterblätter genäht werden, und einer langen mittigen Rückenöffnung, die mit elfenbeinfarbener Schnürung abgeschlossen wird. Die Unterkante wird mit lavendelfarbenen Fächermuscheln, elfenbeinfarbenen Picots und zwei elfenbeinfarbenen Blattapplikationen an den unteren Ecken vollendet.
Dies ist ein Projekt für Fortgeschrittene. Die Konstruktion ist modular und maßangefertigt: Du arbeitest einzelne Teile und fügst sie zusammen, wobei du die Passform an deinen Körper anpasst. Die Anleitung verwendet durchgehend US-amerikanische Häkelbegriffe (hier ins Deutsche übertragen).
Das Passform-Konzept: eng anliegend in der Taille mit negativer Bequemlichkeit von ca. 2,5 bis 5 cm (1 bis 2 Inches). Die mittige Rückenöffnung sorgt für zusätzliche Anpassung, sodass das fertige Kleidungsstück verzeihend ist, wenn die Seitenteile etwas schmal geraten.
Das brauchst du
Hauptgarn: Sport- oder feines DK-Baumwollgarn in Flieder. Du brauchst 250 (280, 310, 350, 390, 430, 475) Meter bzw. 275 (305, 340, 385, 425, 470, 520) Yards, je nach Größe.
Kontrastgarn: Sport-Baumwollgarn in Elfenbein. Du brauchst 65 bis 110 Meter (70 bis 120 Yards).
Akzentgarn: Eine kleine Menge Lavendel in 1 bis 2 benachbarten Farbtönen für Glyzinientiefe. Das erzeugt den schönen Farbverlauf in den herabhängenden Blütentrauben.
Häkelnadeln: 3,0 mm für den Körper. Für Blüten und Blätter kannst du auf 2,5 bis 2,75 mm heruntergehen, wenn du festere Motive bevorzugst.
Außerdem: Sticknadel, herausnehmbare Maschenmarkierer, Stecknadeln, Schere, Spannmatte und optional 6 bis 8 mm große Perlen oder matte Perlen für die Blütenmitten.
Maschenprobe
Körper-Maschenprobe nach leichtem Spannen: 18 Stäbchen (Stb) auf 10 Reihen ergeben 10 cm (4 Inches) mit einer 3,0-mm-Nadel.
Passen-Maschenprobe: 7 Luftmaschenbögen oder 4 kleine Blütenmotive auf ca. 10 cm (4 Inches). Bei der Passe sind Symmetrie und Passform wichtiger als die exakte Maschenprobe.
Häkle vor dem Start ein Probestück von mindestens 14 cm (5,5 Inches) im Quadrat. Hast du mehr Maschen als angegeben, nimm eine größere Nadel; hast du weniger, eine kleinere. Die dichten Seitenteile tragen den Großteil der Passform, deshalb zählt hier die Körper-Maschenprobe besonders.
Fertige Größen
Diese Anleitung umfasst sieben Größen von XS bis 3XL:
- XS: passt für Brust 76 bis 81 cm (30 bis 32 Inches), Zieltaille 61 bis 66 cm
- S: passt für Brust 86 bis 91 cm (34 bis 36 Inches), Zieltaille 69 bis 74 cm
- M: passt für Brust 96 bis 101 cm (38 bis 40 Inches), Zieltaille 79 bis 84 cm
- L: passt für Brust 106 bis 111 cm (42 bis 44 Inches), Zieltaille 89 bis 94 cm
- XL: passt für Brust 116 bis 121 cm (46 bis 48 Inches), Zieltaille 99 bis 104 cm
- 2XL: passt für Brust 126 bis 132 cm (50 bis 52 Inches), Zieltaille 109 bis 114 cm
- 3XL: passt für Brust 137 bis 142 cm (54 bis 56 Inches), Zieltaille 119 bis 124 cm
Die Teilehöhen reichen von 30 cm bei XS bis 36 cm bei 3XL. Die Rückenöffnungsweiten reichen von 10 bis 12 cm bei XS bis 16 bis 18 cm bei 3XL.
Abkürzungen und besondere Maschen
- LM = Luftmasche
- KM = Kettmasche
- FM = feste Masche
- hStb = halbes Stäbchen
- Stb = Stäbchen
- DStb = Doppelstäbchen
- Lb = Luftmaschenbogen
- überspr. = überspringen
- M = Masche(n)
- V-Seite/R-Seite = Vorder-/Rückseite
- wdh. = wiederholen
- Stb2zus (2 Stäbchen zusammenhäkeln, eine Abnahme): Umschlag, in die nächste Masche einstechen, Schlinge hochholen, Umschlag und durch 2 Schlingen ziehen. In der nächsten Masche wiederholen. Umschlag und durch alle 3 Schlingen auf der Nadel ziehen.
- V-Masche: (Stb, 2 LM, Stb) alle in dieselbe Masche oder denselben Bogen arbeiten. Das ergibt eine kleine V-Form.
- Fächer: 5 Stb in dieselbe Masche oder denselben Bogen arbeiten, sofern nicht anders angegeben.
- Picot: 3 LM häkeln, dann KM in die erste LM. Das ergibt eine winzige Zierknubbel.
- 3-Stb-Cluster: 3 unvollständige Stb in dieselbe Masche oder denselben Bogen arbeiten (vor dem letzten Umschlag jedes Stb stoppen), dann Umschlag und durch alle 4 Schlingen auf der Nadel ziehen.
- Blütenblatt: 3 LM, 3 DStb in den angegebenen Ring oder Bogen arbeiten, 3 LM, KM in denselben Ring oder Bogen.
Konstruktionsüberblick
Bevor wir in die Anleitung einsteigen: So kommt dieses Top zusammen.
Du arbeitest die beiden fliederfarbenen unteren Teile von der Taille aufwärts. Forme jedes Teil an der Innenkante so, dass eine lange mittige Rückenöffnung bleibt. Verbinde oder nähe die äußeren Seitenkanten an das Vorder- bzw. Unterarmteil, wenn du daraus ein tragbares Top machst. Die luftige Passe wird separat als flacher oberer Rückenrahmen gearbeitet und mit den Teiloberkanten verbunden. Glyzinientrauben werden als Applikationen gehäkelt und auf die Passe genäht. Schnürkante, Korsettkordel, Blattapplikationen und die untere gezackte Borte kommen zuletzt.
Wichtiger Hinweis: Das Foto zeigt nur die Rückseite dieses Designs. Diese Anleitung liefert eine einfache passende Vorderteil-Option, damit das Projekt tatsächlich getragen werden kann. Wenn du nur das Rückenteil zur Dekoration – etwa auf einer Schneiderpuppe oder als Wandkunst – nacharbeitest, kannst du Vorderteil und Seitennähte weglassen.
Schritt 1: Vor dem Start messen
Dieser Schritt ist entscheidend für eine tolle Passform:
- Miss deine volle Brustweite, deine natürliche Taille, den vertikalen Abstand von der Taille bis zum Unterarm und die Rücken-Halsbreite.
- Wähle die nächstliegende Größe aus der Tabelle. Liegst du zwischen zwei Größen, wähle nach der Taillenweite – die Rückenschnürung kann an der Brust ausgleichen.
- Plane so, dass die beiden Rückenteile zusammen ca. 48 bis 52 Prozent deines Körperumfangs in der Taille abdecken; der Rest bleibt als mittige Öffnung laut Größentabelle.
- Für ein längeres oder kürzeres Top füge vor der oberen Formgebung gleichmäßig Stb-Reihen hinzu oder lasse welche weg.
Schritt 2: Hintere Seitenteile (2 Stück, spiegelbildlich)
Diese Teile bilden den Hauptkörper des Tops. Du häkelst zwei, die einander spiegeln.
Anschlagsbreite pro Teil: 24 (27, 30, 33, 36, 39, 42) Stb, ca. 13,5 (15, 16,5, 18,5, 20, 21,5, 23,5) cm bzw. 5,25 (6, 6,5, 7,25, 7,75, 8,5, 9,25) Inches in der Maschenprobe.
Reihe 1: Mit Flieder und 3,0-mm-Nadel 26 (29, 32, 35, 38, 41, 44) LM anschlagen. Stb in die 3. LM ab der Nadel und in jede LM der Reihe häkeln. Du solltest 24 (27, 30, 33, 36, 39, 42) Stb haben. Wenden.
Reihen 2 bis 8: 2 LM (zählen nicht als Masche), Stb in jede Masche der Reihe. Wenden. Das bildet den dichten Taillenabschnitt.
Taillenformung: Nur an der äußeren Seitenkante jede 3. Reihe 1 Masche zunehmen, indem du 2 Stb in die erste bzw. letzte Masche arbeitest (je nachdem, welches Teil du häkelst). 4 (4, 5, 5, 6, 6, 7) Mal wiederholen. Die mittige Rückenkante gerade lassen.
Weiter gerade in Stb häkeln, bis das Teil 23 (24, 25, 26, 27, 28, 29) cm bzw. 9 (9,5, 10, 10,25, 10,5, 11, 11,5) Inches ab Anschlag misst.
Obere Formgebung: Über die nächsten 6 Reihen an der äußeren Unterarmkante jede zweite Reihe 1 Masche mit Stb2zus abnehmen. Gleichzeitig an der mittigen Rückenkante nur in Reihe 2 und 5 je 1 Masche abnehmen. So entsteht eine sanfte Neigung unterhalb der Passe.
Weiter gerade häkeln, bis die Gesamthöhe des Teils 30 (31, 32, 33, 34, 35, 36) cm bzw. 11,75 (12,25, 12,5, 13, 13,5, 13,75, 14,25) Inches beträgt. Abketten, einen langen Faden zum Verbinden lassen.
Spiegeln des zweiten Teils: Alles, was bei Teil 1 am Reihenanfang platziert war, kommt bei Teil 2 ans Reihenende. Lege beide Teile häufig nebeneinander, um zu prüfen, dass sie sich korrekt spiegeln.
Schritt 3: Optionales passendes Vorderteil
Für ein tragbares Top arbeite ein Vorderteil-Rechteck in Flieder mit derselben Körper-Maschenprobe.
Beginne mit 48 (54, 60, 66, 72, 78, 84) Stb und arbeite aufwärts bis zur Unterarmhöhe. Forme an jedem Armloch über 4 Reihen je 3 Maschen ab, dann weiter gerade bis zum gewünschten Ausschnitt.
Für einen schlichten geraden Ausschnitt höre 7 bis 10 cm (2,75 bis 4 Inches) unterhalb der hinteren Schulterlinie auf und schließe die Oberkante mit einer Reihe FM plus einer Reihe rückwärts gehäkelter FM ab.
Nähe Vorder- und Rückenteile an den Seitenkanten von der Taille bis zum Unterarm zusammen. Der obere Rücken bleibt für die Spitzenpasse offen.
Schritt 4: Luftige Blüten-Rückenpasse
Die Passe ist ein flacher, offener Halbmond aus Luftmaschenbögen, kleinen Blüten und zwei breiten Schulterträgern. Sie ist bewusst eher optisch als mathematisch aufgebaut: Nutze die Zahlen als Gerüst und passe die endgültigen Bogenlängen so an, dass die Passe deiner Rücken-Halsbreite entspricht, ohne zu wellen.
Kleines 5-Blatt-Blütenmotiv
- Mit Flieder oder Lavendel einen magischen Ring (mR) bilden. 1 LM, 10 FM in den Ring häkeln, mit KM schließen.
- KM in die nächste FM, 2 LM, 2 Stb in dieselbe FM, 2 LM, KM in dieselbe FM; KM in die nächste FM. Ab „KM in die nächste FM” insgesamt 5 Mal wiederholen, dabei 2 FM pro Blütenblatt verwenden. Abketten, einen 12-cm-Faden (5 Inches) lassen.
- Optional: Einen winzigen elfenbeinfarbenen Knoten oder eine Perle in die Mitte nähen.
Passenbasis
- 5 (5, 5, 7, 7, 7, 9) kleine Blütenmotive häkeln. Leicht spannen, damit sich die Blütenblätter öffnen.
- Die Rückenteile flach auslegen, mit der vorgesehenen mittigen Rückenöffnung dazwischen. An jeder oberen Außenecke den gewünschten Trägeransatz markieren.
- Mit Flieder den Faden an der oberen Innenecke des linken Teils ansetzen. 8 LM, FM um eine Blütenblattspitze von Blüte 1, 6 LM, FM um die nächste Blüte, so über alle Blüten weiter. In der Mitte bei Bedarf etwas längere Luftmaschenketten verwenden, damit die Motivlinie eine sanfte, flache Kurve bildet.
- Nach der letzten Blüte 8 LM und an der oberen Innenecke des rechten Teils verbinden. Das ist die untere Passenbrücke.
- Eine zweite Bogenreihe darüber: Faden an der linken äußeren oberen Teilecke ansetzen, 7 LM, FM um den nächsten Bogen oder die nächste Blütenblattspitze, 7 bis 9 Bögen gleichmäßig verteilt. Die Platzierung spiegeln, damit die Mitte ausgewogen ist.
- Eine dritte Reihe kleinerer Bögen: 5 LM, FM in den nächsten 7-LM-Bogen, über die Reihe. Abketten.
Breite gezackte Schulterträger (2 Stück)
- An jeder äußeren Passenkante Flieder ansetzen. 28 (30, 32, 34, 36, 38, 40) LM anschlagen – oder so viele, dass es bequem über die Schulter bis zum vorderen Ausschnitt reicht. Wenden.
- Reihe 1: FM in die 2. LM ab der Nadel und über die Reihe.
- Reihe 2: 3 LM, 2 Maschen überspr., V-Masche in die nächste Masche, 2 Maschen überspr., FM in die nächste Masche über die Reihe, die letzte Wiederholung bei Bedarf anpassen.
- Reihe 3: 1 LM, 5 Stb in jeden 2-LM-Bogen der V-Maschen, FM in jede dazwischenliegende FM – so entstehen die Muscheln.
- Abketten. Das freie Trägerende sicher am vorderen Ausschnitt befestigen. Für ein reines Rücken-Dekostück unsichtbar an der Schulterlinie der Schneiderpuppe festheften.
Schritt 5: Glyzinientrauben (2 Stück, spiegelbildlich)
Jede Traube enthält einen Mittelstiel und 3 bis 4 absteigende Zweige mit abgestuften Blütentrauben. Die fertige Traube sollte ca. 16 bis 20 cm (6,25 bis 8 Inches) lang sein. Lass sichtbare Abstände zwischen den Blütentrauben, damit die Silhouette zart bleibt.
Glyzinienknospen- und Blütentraube
- Mit Lavendel 4 LM häkeln und zum Ring schließen.
- In den Ring arbeiten: 3 LM, 2 DStb, 3 LM, KM in den Ring; für eine 3-blättrige Knospe 3 Mal wiederholen. Für eine vollere Blüte 4 Mal wiederholen.
- Den Ring so weit zuziehen, dass sich die Blütenblätter wölben, aber nicht plattdrücken. Einen langen Nähfaden lassen.
Trauben zusammensetzen
- 10 bis 14 Knospen pro Traube häkeln, 3-blättrige und 4-blättrige gemischt. Für natürlichen Verlauf helleres Lavendel zu den Zweigspitzen hin und etwas tieferes Flieder oben verwenden.
- Mittelstiel: Mit Flieder 34 LM häkeln. 30 LM mit KM zurückarbeiten, die letzten paar LM als weiche Spitze frei lassen. Abketten.
- Zweig A: 18 LM, 16 mit KM zurück. Zweig B: 14 LM, 12 mit KM zurück. Zweig C: 10 LM, 8 mit KM zurück. Optional Zweig D: 8 LM, 6 mit KM zurück.
- Die Zweige versetzt und nach unten geneigt an den Mittelstiel nähen. Bei der zweiten Traube die Zweigwinkel umkehren.
- Die Knospen entlang der Zweige nähen – die kleinsten ans Ende, die volleren Blüten näher zum Stiel. Zwischen den meisten Knospen 0,5 bis 1 cm (1/4 bis 3/8 Inch) sichtbare Luftmaschenkette lassen.
- Die fertige Traube diagonal von der oberen äußeren Schulter zur Mitte der unteren Passe stecken. Nur die Stiele und die Basis ausgewählter Knospen annähen, damit die Blütenblätter plastisch bleiben. Auf der anderen Seite spiegelbildlich wiederholen.
Design-Check: Die beiden Glyzinientrauben sollten herabhängen, nicht waagerecht liegen. Ihre tiefsten Punkte dürfen knapp unter den untersten Passenbogen reichen, sollten die Schnüröffnung aber nicht verdecken.
Schritt 6: Schnürkanten am mittleren Rücken
- Mit der V-Seite nach außen und Flieder den Faden an der unteren Innenecke eines Rückenteils ansetzen. FM gleichmäßig die mittige Rückenkante hoch arbeiten, etwa 2 FM pro 3 Stb-Reihenenden. Wenden.
- Nächste Reihe: 1 LM, FM in die ersten 2 Maschen, 3 LM, 2 Maschen überspr., FM in die nächsten 3 Maschen; bis oben wiederholen, dabei die Abstände so anpassen, dass 6 bis 10 Ösen gleichmäßig verteilt sind. Abketten.
- Auf dem anderen Teil wiederholen, darauf achten, dass jede Öse genau gegenüber ihrem Gegenstück sitzt.
- Optionale Verstärkung: Eine weitere Reihe FM entlang der Außenseite jedes Ösenbands arbeiten, wenn deine Baumwolle besonders weich ist.
Elfenbeinfarbene Korsettkordel
- Mit Elfenbein und 2,5- bis 3,0-mm-Nadel ca. 150 bis 190 cm (60 bis 75 Inches) LM häkeln, je nach Größe und gewünschter Bandlänge.
- KM in die hintere Schlinge jeder LM für eine flache, feste Kordel. Abketten und beide Enden sicher vernähen.
- Oben beginnend im X-Muster durch die Ösen schnüren. Die Kreuzungen flach und unverdreht halten.
- Am Saum eine kleine mittige Schleife binden. Die Kordellänge erst nach dem Anprobieren kürzen – der Rücken muss sich weit genug öffnen lassen, um bequem hineinzuschlüpfen.
Schritt 7: Untere Fächermuschelkante
- Mit Lavendel den Faden an einer unteren Seitennaht ansetzen. 1 Reihe FM gleichmäßig um die gesamte Unterkante von Vorder- und Rückenteil arbeiten, darauf achten, dass der Stoff flach liegt.
- Nächste Runde: 2 Maschen überspr., 5 Stb in die nächste Masche, 2 Maschen überspr., FM in die nächste Masche; rundum wiederholen, bei Bedarf nahe der Seitennähte um 1 Masche versetzt. Schließen.
- Zu Elfenbein wechseln. FM in jedes der ersten 2 Stb des Fächers, Picot, FM in das mittlere Stb, Picot, FM in jedes der nächsten 2 Stb; KM in die dazwischenliegende FM. Rundum wiederholen.
- Abketten und die Fäden auf der R-Seite vernähen.
Schritt 8: Elfenbeinfarbene Blattapplikationen (2 Stück)
Diese eleganten Blätter rahmen die unteren Ecken der Schnürung ein.
- Mit Elfenbein 9 LM anschlagen. Entlang einer Seite der Luftmaschenkette arbeiten: FM in die 2. LM, hStb, Stb, DStb, DStb, Stb, hStb, 3 FM in die letzte LM.
- Zur anderen Seite der Kette drehen und hoch arbeiten: hStb, Stb, DStb, DStb, Stb, hStb, FM. Mit KM in die erste FM schließen.
- Für eine Mittelrippe locker KM entlang der Startkette von der Basis bis zur Spitze arbeiten. Abketten, einen 20-cm-Nähfaden (8 Inches) lassen.
- Je ein Blatt an jeder unteren Innenecke der Rückenteile leicht nach außen geneigt stecken. Nur um Mittelrippe und Basis herum nähen, damit die Ränder weich aufgestellt bleiben.
Schritt 9: Zusammenfügen und Fertigstellen
- Bei Verwendung des optionalen Vorderteils alle Körperteile vor dem Nähen auf Maß spannen. Mit den V-Seiten zusammen die Seitennähte von der Taille bis zum Unterarm im Matratzen- oder Überwendlingsstich nähen.
- Die Schulterträger am vorderen Ausschnitt befestigen und die Trägerlänge vor dem endgültigen Annähen am Körper prüfen. Die Träger sollten flach und breit aufliegen, nicht in die Schulter einschneiden.
- Die restlichen Garnfäden nutzen, um die Übergänge zwischen Passe und dichten fliederfarbenen Teilen zu verstärken. Diese Punkte tragen Spannung, wenn die Schnürung festgezogen wird.
- Jedes Fadenende durch mindestens 4 bis 5 cm (1,5 bis 2 Inches) gleichfarbiger Maschen vernähen, dabei einmal die Richtung wechseln.
- Leicht dämpfen oder nass spannen. Den Körper auf Maß stecken, die Blütenblätter von Hand öffnen und die Glyzinientrauben zu sanft herabhängenden Bögen formen. Vollständig trocknen lassen.
Passform- und Anpassungsleitfaden
Hier Lösungen für typische Passformprobleme:
- Rückenöffnung zu weit: 1 bis 2 Stb-Spalten an der Mittelkante jedes Teils hinzufügen oder ein breiteres Ösenband arbeiten.
- Rückenöffnung zu eng: 1 bis 2 Stb-Spalten pro Teil entfernen oder lockerer schnüren.
- Taille rutscht hoch: Vor der oberen Formgebung 2 bis 4 gerade Stb-Reihen hinzufügen, dann längs nachspannen.
- Passe klafft: Luftmaschenbögen um 1 bis 2 LM kürzen oder an jeder Seite eine zusätzliche Verankerungs-FM ergänzen.
- Passe sitzt zu eng: Die beiden breitesten Bögen verlängern und/oder eine zusätzliche kleine Blüte in der Mitte ergänzen.
- Träger dehnen sich: Trägeranschlag mit kleinerer Nadel arbeiten oder die Trägerkante mit aufgesetzten KM verstärken.
- Glyzinie wirkt klobig: Weniger Knospen verwenden, eine kleinere Nadel nehmen oder nur 2 bis 3 Blütenblätter pro Zweigposition annähen.
Pflege
Kühl mit mildem Waschmittel von Hand waschen. Nicht auswringen. In einem Handtuch ausrollen, um Feuchtigkeit zu entfernen, Passe und Blütentrauben in Form bringen und flach trocknen. Baumwolle kann sich nass längen, also das Kleidungsstück beim Waschen vollständig stützen. Gefaltet statt hängend lagern, um Spitze und Schulterträger zu schonen.
Mein Fazit zum Flieder-Wisteria-Schnürtopp
Der optische Charakter dieses Tops entsteht aus Kontrasten: dichte fliederfarbene Körperteile gegen offene Luftmaschenbögen im oberen Rücken, plastische Blütentrauben, die herabkaskadieren, eine saubere elfenbeinfarbene Schnürlinie, die den Blick auf den wunderschönen offenen Rücken lenkt. Halte die Applikationen leicht, die Schnürung flach und den Körperstoff fest genug, um die Blüten zu tragen. Kleine Unterschiede in der Blütenplatzierung machen jedes fertige Top absolut einzigartig.
Das ist definitiv ein Projekt, das Geduld und Liebe zum Detail verlangt – aber das Ergebnis ist jede einzelne Masche wert. Wenn du es anziehst und im Spiegel einen Blick auf den glyzinienbedeckten Rücken erhaschst, wirst du verstehen, warum mich diese kleine Notizbuchskizze zwei Jahre lang verfolgt hat, bis ich sie endlich Wirklichkeit werden ließ.

📌 Du liebst solche Häkeltops? Auf dem Blog Lust und Genuss (lustundgenuss.de) findest du viele weitere kostenlose Anleitungen – speichere dir diesen Schnürtopp am besten gleich auf deinen Pinterest-Pinnwänden, damit du ihn jederzeit wiederfindest.