Die perfekte leichte Schicht für kühle Sommerabende oder klimatisierte Büros, die stilvoll statt bieder aussieht: Dieser Bolero in Terrakotta ist vorne offen, hat eine atemberaubende Gitter-Netztextur und elegant ausgestellte Ärmel. Die Konstruktion ist einfacher, als sie aussieht – versprochen, auch wenn dir Kleidungsstücke einschüchternd vorkommen. Die zugeschnittene Länge endet an der natürlichen Taille und layert wunderschön über Trägertops, Sommerkleidern oder einem schlichten T-Shirt.

Über diese Shrug-Häkelanleitung
Dieser Terrakotta-Netz-Shrug ist ein rundum befriedigendes Projekt: Das offene Gittermuster wächst schnell, weil du Maschen überspringst und Luftmaschen zwischen die Stäbchen setzt – weniger Garn, schnellerer Fortschritt und ein wunderbar atmungsaktiver Stoff für die Übergangszeiten.
Die dramatischen Glockenärmel entstehen ohne komplizierte Formung – du nimmst einfach beim Arbeiten am Arm entlang allmählich zu. Für dieses Muster kein meliertes Garn nehmen: Das Gittermuster kommt in einfarbiger Farbe am besten zur Geltung.
Schwierigkeitsgrad
Selbstbewusste Anfänger bis Mittelstufe. Wenn du Luftmaschen und Stäbchen häkeln und deine Maschen zählen kannst, schaffst du diesen Shrug. Das Netzmuster ist repetitiv und rhythmisch, sobald du drin bist. Die etwas kniffligeren Stellen sind das Zusammennähen und das Aufnehmen von Maschen für die Ärmel – ich führe dich durch beides.
Fertige Maße
- Größe: S/M, mit ca. 91 bis 102 cm (36 bis 40 Inches) Brustumfang, offen getragen
- Rückenpanel: ca. 41 cm (16 Inches) breit × 33 cm (13 Inches) lang
- Jedes Vorderpanel: ca. 20 cm (8 Inches) breit
- Ärmellänge ab Schulter: ca. 51 cm (20 Inches)
- Ärmelumfang am Bündchen: ca. 41 cm (16 Inches) durch die Weite
Das brauchst du
Garn: ca. 732 bis 914 m (800 bis 1.000 Yards) DK-Garn (Kategorie 3). Das Musterstück scheint Baumwolle oder Baumwollmischung zu sein. Nimm ein Garn mit guter Maschendefinition, z. B. Paintbox Yarns Cotton DK, Lion Brand 24/7 Cotton oder Drops Safran.
Häkelnadel: 4,5 mm (US 7). Die Nadelstärke an die Maschenprobe anpassen.
Zubehör: Stopfnadel zum Vernähen und Nähen, Maschenmarkierer, Maßband, Schere
Maschenprobe
18 Maschen und 10 Reihen = 10 cm (4 Inches) im Netzmuster nach dem Spannen. Bitte vor dem Start prüfen – bei einem Kleidungsstück zählt die Passform. Eine kleine Probe im Netzmuster unten arbeiten.
Abkürzungen
- LM = Luftmasche
- KM = Kettmasche
- FM = feste Masche
- Stb = Stäbchen
- überspr. = überspringen
- LM-Raum = Luftmaschenraum
- M = Masche(n)
- wdh. = wiederholen
Das Netzmuster verstehen
Die Gitter- oder Netztextur entsteht aus einem einfachen Zwei-Reihen-Rapport: Stäbchen, 1 LM, 1 Masche überspringen, Stäbchen. So entstehen kleine Fenster oder Quadrate im Stoff.
Netzmuster (flach, über ein Vielfaches von 2 + 1 Maschen):
Anschlagsreihe: Stb in die 4. LM ab der Nadel, *1 LM, 1 überspr., Stb in die nächste LM*. Von * bis * wdh.
Musterreihe: 3 LM (zählen als Stb), wenden. *Stb in den nächsten 1-LM-Raum, 1 LM*. Von * bis * wdh., mit Stb oben in die Wendekette enden.
Die Musterreihe für die Netztextur wiederholen. Jedes „Quadrat” des Gitters besteht aus einem Stb und einem 1-LM-Raum.
Rückenpanel
Der Rücken wird flach von unten nach oben gearbeitet.
Reihe 1 (Anschlag): 74 LM. Stb in die 4. LM ab der Nadel (die übersprungenen 3 LM zählen als erstes Stb), *1 LM, 1 überspr., Stb in die nächste LM*. Von * bis * wdh. (36 Stb, 35 1-LM-Räume)
Reihe 2: 3 LM (zählen hier und überall als Stb), wenden. *Stb in den nächsten 1-LM-Raum, 1 LM*. Von * bis * wdh., mit Stb oben in die Wendekette enden. (36 Stb, 35 1-LM-Räume)
Reihen 3 bis 32: Reihe 2 wdh.
Dein Rückenpanel sollte ca. 41 cm (16 Inches) breit und 33 cm (13 Inches) hoch sein. Faden sichern und vernähen.
Rechtes Vorderpanel
Reihe 1 (Anschlag): 38 LM. Stb in die 4. LM ab der Nadel, *1 LM, 1 überspr., Stb in die nächste LM*. Von * bis * wdh. (18 Stb, 17 1-LM-Räume)
Reihe 2: 3 LM, wenden. *Stb in den nächsten 1-LM-Raum, 1 LM*. Von * bis * wdh., mit Stb oben in die Wendekette enden. (18 Stb, 17 1-LM-Räume)
Reihen 3 bis 32: Reihe 2 wdh.
Faden sichern und vernähen.
Linkes Vorderpanel
Genau wie das rechte Vorderpanel arbeiten – zwei identische Vorderteile.
Den Körper zusammensetzen
- Das Rückenpanel flach mit der rechten Seite nach oben legen.
- Das rechte Vorderpanel an der rechten Kante des Rückenpanels anlegen, rechts auf rechts. Die Oberkanten bündig ausrichten.
- Mit Stopfnadel und Garn die oberen 12,5 cm (5 Inches) der Schulternaht zusammenheften (Überwendlings- oder Matratzenstich). Den Rest für das Armloch offen lassen – so entsteht pro Seite eine ca. 12,5-cm-Schulternaht.
- Mit dem linken Vorderpanel auf der Gegenseite wiederholen.
- Den Körper anprobieren, um die Schulternahtlänge zu prüfen. Bei Bedarf anpassen, bevor es weitergeht.
Ärmel (2-mal)
Die Ärmel werden in Runden an die Armlochöffnung angehäkelt und nehmen allmählich zu, um die Glockenform zu erzeugen.
Verbindungsrunde: Mit der rechten Seite nach außen das Garn unten an der Armlochöffnung (am Unterarmpunkt) ansetzen. 3 LM, ca. 40 Stb gleichmäßig um die gesamte Armlochöffnung arbeiten. Mit KM oben in die Anfangs-3-LM schließen. (40 M)
Hinweis: Die genaue Maschenzahl variiert je nach Spannung und Armlochgröße. Auf ein Vielfaches von 2 zielen, damit das Netzmuster aufgeht.
Runde 1: 3 LM, *1 LM, 1 überspr., Stb in die nächste M*. Von * bis * ringsherum wdh. 1 LM, mit KM oben in die 3-LM schließen. (20 Stb, 20 1-LM-Räume)
Runden 2 bis 5: 3 LM, *Stb in den nächsten 1-LM-Raum, 1 LM*. Von * bis * ringsherum wdh. Mit KM oben in die 3-LM schließen.
Runde 6 (Zunahmerunde): 3 LM, *Stb in den nächsten 1-LM-Raum, 1 LM, Stb in denselben 1-LM-Raum, 1 LM*. Von * bis * ringsherum wdh. KM schließen. (40 Stb, 40 1-LM-Räume)
Runden 7 bis 12: Gerade im Netzmuster ohne Zunahmen arbeiten.
Runde 13 (Zunahmerunde): 3 LM, *Stb in den nächsten 1-LM-Raum, 1 LM, Stb in denselben 1-LM-Raum, 1 LM*. Von * bis * ringsherum wdh. KM schließen. (80 Stb, 80 1-LM-Räume)
Runden 14 bis 24: Gerade im Netzmuster arbeiten.
Dein Ärmel hat jetzt eine dramatische Weite am Bündchen. Die Gesamtlänge sollte ca. 51 cm (20 Inches) betragen.
Schlussrunde (optionale feste Kante): 1 LM, FM in jedes Stb und jeden 1-LM-Raum ringsherum. KM schließen. Faden sichern.
Für den zweiten Ärmel wiederholen.
Vorderblende und Ausschnittkante
Die Vorderkanten und der Ausschnitt bekommen eine saubere feste Einfassung, die die offene Front schön rahmt.
Reihe 1: Mit der rechten Seite nach außen das Garn an der unteren rechten Vorderecke ansetzen. 1 LM, FM gleichmäßig die rechte Vorderkante hoch, um den hinteren Ausschnitt und die linke Vorderkante runter arbeiten. An den senkrechten Kanten ca. 3 FM pro 2 Reihen, über den hinteren Ausschnitt je 1 FM pro Masche. Wenden.
Reihen 2 bis 4: 1 LM, FM in jede FM der Reihe. Wenden.
Nach Reihe 4 Faden sichern und vernähen.
Untere Kante
Runde 1: Das Garn an einer Seitennaht mit der rechten Seite nach außen ansetzen. 1 LM, FM gleichmäßig um die gesamte Unterkante des Shrugs, dabei an den Seiten durch beide Panels (Rücken und Vorderteile) arbeiten, wo sie sich überlappen. KM schließen.
Runden 2 und 3: 1 LM, FM in jede FM ringsherum. KM schließen.
Faden sichern und alle restlichen Fäden vernähen.
Fertigstellen
Spannen: Den fertigen Shrug nass spannen: 15 bis 20 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen, überschüssiges Wasser sanft ausdrücken (nicht wringen). Flach auf Spannmatte oder saubere Handtücher legen, dabei das Netzgitter schön offen formen. Bei Bedarf feststecken. Vollständig trocknen lassen. Spannen macht bei Netz-Kleidung einen riesigen Unterschied – es öffnet die Gitterquadrate und gibt dem Shrug ein professionelles Finish.
Fäden vernähen: Alle Fadenenden sicher vernähen, besonders an Nahtpunkten, die Bewegung aushalten müssen.
Tipps für den Erfolg
- Zählen zählt: Das Netzmuster ist einfach, aber ein verlorener Faden zeigt sich sofort. Alle paar Reihen zählen.
- Maschenmarkierer nutzen: Bei den Ärmeln den Rundenanfang markieren.
- Zwischendurch anprobieren: Nach dem Zusammensetzen des Körpers anziehen, bevor du dich auf die Ärmellänge festlegst.
- Garntausch: Bei DK bleiben für beste Ergebnisse. Baumwolle, Baumwollmischungen oder Bambusgarne funktionieren wunderbar für diese luftige Netztextur. Flauschige Garne wie Mohair meiden – sie verdecken das Gittermuster.
Anpassungsideen
- Länger: Mehr Reihen an den Körperpanels vor dem Nähen für einen hüftlangen Shrug.
- Kürzere Ärmel: Die Ärmelzunahmen früher stoppen für weniger dramatische Weite oder weniger Runden für Dreiviertelärmel.
- Fransen: Fransen entlang des Saums oder der Ärmelbündchen für extra Boho-Flair.
- Color-Blocking: Vorderblende und Kanten in Kontrastfarbe für einen modernen Touch.
Pflege
Bei Baumwollgarn im Schonwaschgang mit kaltem Wasser in der Maschine waschen und liegend trocknen. Baumwolle kann nass ausleiern – nicht aufhängen. Bei Wolle oder Wollmischungen nur von Hand waschen und feucht in Form bringen. Flach oder locker gefaltet lagern, damit das Netzgitter nicht ausleiert.


📌 Du liebst solche Häkelkleidung? Auf dem Blog Lust und Genuss (lustundgenuss.de) findest du viele weitere kostenlose Anleitungen – speichere dir diesen Shrug am besten gleich auf deinen Pinterest-Pinnwänden, damit du es jederzeit wiederfindest.