Ein Rock für Abende, an denen du elegant auftreten willst – oder für Tage, an denen du dich einfach gern schick fühlst: Dieser bodenlange Maxirock in Anthrazit verbindet moderne Spitze mit genug Textur, um das Projekt spannend zu halten, ohne dass du ein Fortgeschrittenen-Diplom brauchst. Figurbetontes Taillenbündchen, Rauten-Spitzenpanels an der Hüfte, ein Ombré-Farbverlauf von Silber zu Anthrazit und eine dramatische Silhouette, die sich beim Gehen wunderbar bewegt. Das Beste: Er entsteht fast komplett in Runden von der Taille abwärts – kaum Nähen, und du siehst zu, wie dein Rock Runde für Runde wächst.

Über diese Rock-Häkelanleitung
Dieser atemberaubende Maxirock hat drei Abschnitte, die zusammen einen raffinierten Lagenlook ergeben: Der figurbetonte Hüftbereich zeigt ein wunderschönes Rautengittermuster mit strukturiertem Bündchen am Taillenbund. Eine Muschelkante markiert den Übergang zum fließenden unteren Teil mit vertikalen Rippenpanels und Ombré-Farbverlauf, der von Silbergrau zu Anthrazit vertieft. Die Saumlinie schließt mit passenden Rauten-Spitzenmotiven, die das Hüftdesign aufgreifen.
Schwierigkeitsgrad
Mittelstufe bis Fortgeschrittene. Du solltest dich wohlfühlen mit: Arbeiten in Runden, Lochmuster nach schriftlicher Anleitung, gleichmäßiger Spannung über verschiedene Maschenmuster und einfacher Formung. Wenn du schon ein paar Kleidungsstücke fertig hast, bist du bereit für dieses Projekt.
Fertige Maße
- Größe: M, mit 71 cm (28 Inches) Taille und 96,5 cm (38 Inches) Hüftumfang
- Gesamtlänge Taillenbund bis Saum: ca. 107 cm (42 Inches)
Größenanpassung: In Vielfachen von 12 Maschen zugeben oder wegnehmen, damit das Rautenmuster zentriert bleibt.
Das brauchst du
Garn (DK):
- Hellgrau oder Silber: ca. 400 g (Abschnitt 1, Hüftbereich)
- Mittelgrau: ca. 300 g (Abschnitt 2, Übergang)
- Anthrazit: ca. 350 g (Abschnitt 3, unterer Rock)
Ich empfehle eine Baumwoll- oder Bambusmischung für schönen Fall. Reine Baumwolle kann schwer sein – eine Mischung mit Acryl oder Bambus gibt Struktur, ohne den Rock zu beschweren.
Häkelnadel: 4,0 mm (G/6), oder die Größe für die Maschenprobe
Zubehör: Maschenmarkierer (mindestens 8), Stopfnadel, Maßband, Reihenzähler (für dieses Projekt sehr empfohlen)
Maschenprobe
18 Maschen und 10 Reihen = 10 cm (4 Inches) in Stb, in Runden gearbeitet. Bitte unbedingt prüfen – das ist ein figurbetontes Kleidungsstück. Eine 12,5-cm-Probe arbeiten und die mittleren 10 cm messen. Ist die Probe zu klein, eine Nadelstärke hoch; zu groß, eine runter.
Abkürzungen
- LM = Luftmasche
- KM = Kettmasche
- FM = feste Masche
- hStb = halbes Stäbchen
- Stb = Stäbchen
- DStb = Doppelstäbchen (2 Umschläge, einstechen, Schlaufe holen – 4 Schlaufen –, [Umschlag, durch 2 Schlaufen] 3-mal)
- Stb2zus = 2 Stb zusammenhäkeln (Abnahme)
- vRStb = vorderes Reliefstäbchen (Umschlag, die Nadel von vorn nach hinten nach vorn um den Maschenkörper der angegebenen Masche führen, wie ein normales Stb fertigstellen)
- hRStb = hinteres Reliefstäbchen (Umschlag, die Nadel von hinten nach vorn nach hinten um den Maschenkörper führen, wie ein normales Stb fertigstellen)
- M = Masche(n)
- Rd = Runde
- LM-Raum = Luftmaschenraum
Abschnitt 1: Geripptes Taillenbündchen
Mit hellgrauem Garn und 4,0-mm-Nadel 127 LM anschlagen.
Reihe 1: FM in die 2. LM ab der Nadel und in jede LM der Reihe. (126 FM)
Reihe 2: 2 LM (zählen durchgehend nicht als Masche), wenden. vRStb um die erste FM, hRStb um die nächste FM, *vRStb um die nächste FM, hRStb um die nächste FM; von * bis * wdh. (126 M)
Reihen 3–10: Reihe 2 wdh., dabei vRStb um vordere Reliefmaschen und hRStb um hintere Reliefmaschen arbeiten, um vertikale Rippung zu erzeugen.
Nach Reihe 10 die kurzen Enden mit KM zum Schlauch schließen. Das ist dein Taillenbündchen. Darauf achten, dass sich die Arbeit nicht verdreht.
Abschnitt 2: Rautengitter-Hüftpanel
Ab jetzt in verbundenen Runden arbeiten.
Runde 1: 3 LM (zählen als Stb), Stb in jede M ringsherum, mit KM oben in die 3-LM schließen. (126 Stb)
Runde 2: 3 LM, Stb in die nächsten 2 M, *2 LM, 2 M überspr., Stb in die nächsten 3 M, 2 LM, 2 M überspr., Stb in die nächsten 5 M; von * bis * ringsherum wdh., die letzte Wiederholung ggf. anpassen, schließen. Maschenmarkierer an den Anfang jedes 12-Maschen-Rapports setzen.
Runden 3–5: Das Rautengittermuster fortsetzen: Stb in Stb und 2-LM-Räume arbeiten, um diagonale Linien zu erzeugen. Die Rautenformen entstehen, indem du die Luftmaschenräume jede zweite Runde versetzt.
Rautendetail: 2 Stb, 2 LM, 2 überspr. arbeiten, dann Stb-Gruppen, die jede Runde um eine Masche nach rechts wandern. Nach 3 Runden die Richtung umkehren und um eine Masche nach links wandern. So entsteht der Rauten- bzw. Argyle-Effekt des fertigen Stücks.
Runden 6–24: Das Rautengittermuster für ca. 20 cm (8 Inches) Stoff fortsetzen. Die Textur sollte klare Rautenformen mit kleinen Lochmuster-Öffnungen an den Kreuzungen zeigen.
Abschnitt 3: Muschelkanten-Übergangsborte
Diese Zierborte trennt die figurbetonte Hüfte vom fließenden unteren Rock.
Runde 1: 1 LM, FM in jede M und jeden LM-Raum ringsherum. (126 FM)
Runde 2: 1 LM, FM in die erste M, *2 M überspr., 5 Stb in die nächste M (Muschel), 2 M überspr., FM in die nächste M; von * bis * ringsherum wdh., schließen. (21 Muscheln)
Runde 3: 3 LM, 2 Stb in dieselbe M, FM in das mittlere Stb der Muschel, *5 Stb in die nächste FM, FM in das mittlere Stb der nächsten Muschel; von * bis * wdh., mit 2 Stb in die erste M enden, oben in die 3-LM schließen.
Runde 4: 1 LM, FM in jede M ringsherum. (126 FM)
Abschnitt 4: Vertikal gerippter unterer Rock
Auf mittelgraues Garn wechseln.
Runde 1: 3 LM, Stb in jede M ringsherum, schließen. (126 Stb)
Runde 2: 3 LM, *vRStb um die nächste M, Stb in die nächsten 5 M; von * bis * ringsherum wdh., schließen.
Runden 3–20: Das Vertikalrippenmuster fortsetzen, dabei vRStb um die erhabenen Maschen arbeiten, um markante vertikale Linien zu erzeugen. Diese Rippen geben dem Rock wunderbare Struktur und Bewegung.
Ab Runde 10 allmähliche Zunahmen für die A-Linien-Formung beginnen:
Zunahmerunde: *Im Muster bis zur markierten Masche arbeiten, 2 Stb in die markierte M; von * bis * an 6 gleichmäßig verteilten Punkten ringsherum wdh. (132 M)
Die Zunahmerunde noch zweimal alle 5 Runden wiederholen. (144 M nach allen Zunahmen)
Abschnitt 5: Ombré-Übergang
Bei ca. Runde 25 des unteren Rocks auf anthrazitfarbenes Garn wechseln.
Tipp: Für einen weicheren Farbverlauf kannst du 4–6 Runden lang Mittel- und Anthrazitgrau abwechselnd arbeiten, bevor du komplett wechselst. Das ergibt ein natürlicheres Ombré.
Das Vertikalrippenmuster noch 15 Runden fortsetzen.
Abschnitt 6: Unteres Rauten-Spitzenpanel
Runde 1: 3 LM, Stb in jede M ringsherum. (144 Stb)
Runden 2–18: Das Rautengittermuster wie in Abschnitt 2 arbeiten, an die größere Maschenzahl angepasst. Der 12-Maschen-Rapport passt perfekt zu 144 Maschen – 12 Rautenmotive um den Saum.
Die offene Spitze am Saum lässt den Rock wunderbar schwingen und greift das Hüftdesign optisch auf.
Abschnitt 7: Muschelsaum
Runde 1: 1 LM, FM in jede M ringsherum. (144 FM)
Runde 2: 1 LM, FM in die erste M, *2 M überspr., 7 Stb in die nächste M (größere Muschel für dramatischen Saum), 2 M überspr., FM in die nächste M; von * bis * ringsherum wdh., schließen.
Runde 3: 1 LM, KM in jede M ringsherum. Faden sichern.
Fertigstellen
Alle Fäden sorgfältig vernähen, besonders an den Farbwechselpunkten. Die linke Seite des Taillenbündchens zeigt sich beim Tragen – dort besonders sorgfältig arbeiten.
Spannen: Den Rock 15 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen. Überschüssiges Wasser sanft ausdrücken, nicht wringen. Flach auf Spannmatten oder Handtücher legen, dabei die Muscheln und Rautenmuster in Form bringen. Bei Bedarf feststecken. Vor dem Tragen vollständig trocknen lassen.
Optionales Taillenband-Gummi: Für extra Halt kannst du mit einer Sicherheitsnadel ein 2,5 cm (1 Inch) breites Gummiband durch das Taillenbündchen ziehen. Das Gummi 5 cm (2 Inches) kürzer als deine Taillenweite zuschneiden und die Enden zusammennähen.
Tipps für den Erfolg
- Spannung zählt: Die figurbetonten Abschnitte brauchen gleichmäßige Spannung. Wenn du müde straffer häkelst, Pausen einlegen.
- Maschen zählen: Besonders in den Rautenspitzen-Abschnitten wirft Verzählen das ganze Muster aus der Bahn. Großzügig Maschenmarkierer nutzen.
- Zwischendurch anprobieren: Nach dem Hüftabschnitt den Rock vorsichtig anprobieren (oder an den Körper halten), um die Passform zu prüfen, bevor es weitergeht.
- Das Ombré ist verzeihend: Wirkt der Farbwechsel abrupt, keine Sorge – die Textur von Rippung und Spitze lenkt das Auge ab und lässt den Verlauf weicher erscheinen.
Anpassungsideen
- Kürzerer Rock? Den vertikal gerippten Abschnitt früher beenden und direkt zum unteren Spitzenpanel übergehen.
- Einfarbig bevorzugt? Dieses Design sieht in einer Farbe atemberaubend aus – Marine, Bordeaux oder Creme wären wunderschön.
- Größere Größe? In Vielfachen von 12 Maschen zugeben, um die Rautensymmetrie zu erhalten.


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