Diese muschelförmige Clutch wird garantiert dein neues Lieblings-Accessoire-Projekt. Die Clutch in zartem Rosé verbindet romantische Noppentextur mit eleganten Perlen und roségoldenem Zubehör – eine Tasche, die aussieht wie direkt vom Boutique-Regal. Und ich verspreche dir: Du schaffst sie auch, wenn dir Strukturmaschen gerade noch Respekt einflößen.
Wir arbeiten mit Techniken, die du wahrscheinlich schon kennst – nur in einer frischen Kombination: feste Maschen, Noppen und ein bisschen einfache Formgebung. Die Perlen werden am Ende aufgenäht, also kein kniffliges Einarbeiten während des Häkelns. Ich führe dich durch jeden einzelnen Schritt.

Über diese Häkelanleitung
Die mondsichelförmige Silhouette hebt diese Clutch von typischen rechteckigen Taschen ab: Die gebogene Unterkante sorgt für optische Spannung, während die strukturierte Oberkante flach bleibt und sich leicht öffnen und schließen lässt. Vertikale Rippensäulen wechseln sich mit Noppenreihen ab – dimensional, aber nicht überladen. Kleine Perlen auf dem oberen Bereich geben genau den richtigen Glanz für Abendveranstaltungen.
Die Baumwolle hält die Form wunderbar, und der roségoldene Ringgriff plus Kettenriemen verwandeln deine Handarbeit in etwas wirklich Edles. Das Niveau ist „mittel“ – du solltest dich mit Grundmaschen wohlfühlen und bereit sein, Noppen auszuprobieren, falls sie neu für dich sind.
Maschenprobe: 18 Maschen und 20 Reihen = 10 cm in festen Maschen mit 4,0-mm-Nadel. Die Probe ist wichtig, weil die Tasche genug Stand braucht. Fühlt sich der Stoff labberig an, nimm eine Nadelstärke kleiner.
Was du brauchst
Garn: ca. 200 g Baumwollgarn in Worsted-Stärke in Rosé oder Altrosa. Baumwolle oder ein Baumwollmischgarn gibt den besten Stand; ein fest gedrehtes Garn zeigt die Maschen besonders schön.
Häkelnadel: 4,0 mm (US G/6). Bei Bedarf anpassen, bis der Stoff fest wird.
Hardware: 1 roségoldener Metallring als Griff (ca. 10 cm / 4 Inches Durchmesser), roségoldene Kette mit Karabinern (115–125 cm / 45–50 Inches), 2 D-Ringe oder Verbindungsringe, optional 2 dekorative Endkappen.
Sonstiges: 8–10 kleine Perlen (6 mm), Nähnadel und passendes Nähgarn für die Perlen, Sticknadel, Maschenmarkierer, optional Stoff fürs Futter. Für die Quaste: etwas passendes Garn, 1 Zierperlenkappe, 1 Perle für die Quastenspitze.
Maschen und Abkürzungen
- LM = Luftmaschen
- FM = feste Maschen
- Noppe = Für eine Noppe 5 Stäbchen in dieselbe Masche arbeiten, dabei jedes Stäbchen nur bis zum vorletzten Durchzug arbeiten (du hast dann 6 Schlingen auf der Nadel). Faden holen und durch alle 6 Schlingen auf einmal ziehen. Die Noppe wölbt sich zur Vorderseite deiner Arbeit.
- hMG = hinteres Maschenglied: nur in das hintere Maschenglied einstechen – ergibt Rippentextur.
- Relief-Stb von vorne (vRStb) = Umschlag, die Nadel von vorne nach hinten um den Maschenkörper (den senkrechten Teil) der Masche darunter führen und wie ein normales Stäbchen fertigstellen. Das hebt die Masche an und erzeugt kabelartige Textur.
- KM = Kettmaschen
- zun = zunehmen (2 Maschen in eine Masche)
- abn = abnehmen (2 Maschen zusammenarbeiten, z. B. FM2zus)
Die Anleitung
Der Aufbau im Überblick
Du häkelst zwei identische muschelförmige Teile. Jedes Teil beginnt an der gebogenen Unterkante und wächst nach oben zur flachen Oberkante. Das Strukturmuster bildet vertikale Säulen aus Rippen und Noppen. Danach werden beide Teile entlang der Seiten und der Unterkante verbunden. Der Ringgriff sitzt oben in der Mitte, die Kette an den oberen Ecken. Perlen werden zuletzt aufgenäht, die Quaste an einer Seite befestigt.
Teil 1 (zweimal identisch häkeln)
Anschlag: 46 LM.
Reihe 1: FM in die 2. LM ab der Nadel und in jede LM. Wenden. (45 M)
Reihe 2: 1 LM, FM in das hMG jeder M. Wenden. (45 M)
Reihe 3: 1 LM, FM in das hMG jeder M. Wenden. (45 M)
Diese ersten Reihen legen die Basis mit dezenten horizontalen Rippen.
Reihe 4 (Beginn des Strukturmusters): 1 LM, FM in die ersten 3 M, *Noppe in die nächste M, FM in die nächsten 4 M, vRStb um den Maschenkörper der Masche 2 Reihen darunter, FM in die nächsten 4 M*, von * bis * wiederholen, mit FM in den letzten 3 M enden. Wenden. (45 M inkl. Noppen)
Hier beginnt die Magie! Keine Sorge, wenn sich die Noppen anfangs ungewohnt anfühlen – mit jeder Wiederholung wird es leichter.
Reihe 5: 1 LM, FM in das hMG jeder M, dabei in die Oberseite jeder Noppe einstechen. Wenden. (45 M)
Reihe 6: 1 LM, FM in die ersten 3 M, *FM in die nächste M (dort, wo die Noppe war), FM in die nächsten 4 M, vRStb um das vRStb von 2 Reihen darunter, FM in die nächsten 4 M*, Muster fortsetzen, FM in die letzten 3 M. Wenden. (45 M)
Reihe 7: 1 LM, FM in das hMG jeder M. Wenden. (45 M)
Reihe 8: 1 LM, FM in die ersten 3 M, *Noppe in die nächste M, FM in die nächsten 4 M, vRStb um den Maschenkörper von 2 Reihen darunter, FM in die nächsten 4 M*, fortsetzen, FM in die letzten 3 M. Wenden. (45 M)
Reihe 5–8 wiederholen für das Strukturmuster.
Reihe 9–24: Das etablierte Muster fortsetzen, Noppen alle 4 Reihen, vRStb-Säulen in jeder Hinreihe. (je 45 M) Du siehst jetzt deutliche vertikale Linien mit Noppen dazwischen – die Reliefstäbchen bilden die erhabenen, kabelartigen Rippen.
Die Muschelkurve formen
Jetzt entsteht die schöne geschwungene Silhouette – wir nehmen an beiden Enden ab.
Reihe 25: 1 LM, FM2zus über die ersten 2 M, im Muster bis zu den letzten 2 M weiterarbeiten, FM2zus. Wenden. (43 M)
Reihe 26: 1 LM, FM in das hMG jeder M. Wenden. (43 M)
Reihe 27: 1 LM, FM2zus, im Muster bis zu den letzten 2 M arbeiten, FM2zus. Wenden. (41 M)
Reihe 28: 1 LM, FM in das hMG jeder M. Wenden. (41 M)
Weiter alle 2 Reihen 2 Maschen abnehmen (je eine pro Kante) und dabei das Strukturmuster so gut wie möglich beibehalten.
Reihe 29–36: Formen und Muster fortsetzen. (33 M nach Reihe 36) Wo eine Noppensäule auf Abnahmemaschen fallen würde, einfach FM arbeiten – das Muster verjüngt sich ganz natürlich, genau wie gewünscht.
Reihe 37–40: Im Muster ohne Abnahmen weiterarbeiten. (33 M)
Oberkante
Reihe 41: 1 LM, FM gleichmäßig. Wenden. (33 M)
Reihe 42: 1 LM, FM in das hMG jeder M. Wenden. (33 M)
Reihe 43: 1 LM, FM arbeiten. Abketten und Enden vernähen. (33 M)
Zweites Teil: Alle Anweisungen für das zweite, identische Teil wiederholen.
Die Teile verbinden
Beide Teile mit den linken Seiten aufeinanderlegen – die Noppen zeigen auf beiden Seiten nach außen. Garn an der oberen rechten Ecke ansetzen und durch beide Lagen FM arbeiten: die rechte Seite hinunter, über die gebogene Unterkante und die linke Seite hinauf. Die Oberkante bleibt offen. Entlang der Seiten ca. 3 FM pro 2 Reihenenden arbeiten; an der Rundung je 2 FM pro Reihenende, damit nichts kräuselt. Mit KM schließen und abketten.
Ringgriff anbringen
Ein ca. 2,75 m (3 Yards) langes Garnstück abschneiden. Dort, wo der Griff die Tasche trifft, beginnend das Garn fest um den Metallring wickeln, bis ca. 7,5 cm (3 Inches) des Rings bedeckt sind. Den umwickelten Bereich mittig an der Taschenoberkante positionieren und mit der Sticknadel durch die Wicklung in den Taschenstoff nähen – mindestens 10–12 feste Stiche.
Kettenriemen und Perlen
Je einen D-Ring an den oberen Ecken befestigen, dort wo Seitennähte auf die Oberkante treffen – entweder mit einer kleinen Garnlasche oder direkt durch die Hardware nähen. Kette an den D-Ringen einhängen und die Länge prüfen.
Perlen: Mit Nähnadel und passendem Faden die Perlen in einem geschwungenen Bogen über den oberen Bereich eines Teils aufnähen, Abstand ca. 2,5 cm (1 Inch). Jede Perle mit mehreren Durchgängen fest annähen. Auf der zweiten Seite nach Wunsch wiederholen.
Die Quaste
Garn ca. 40-mal um ein ca. 10 cm (4 Inches) hohes Kartonstück wickeln. Abstreifen und an einem Ende fest abbinden, am anderen Ende die Schlaufen aufschneiden. Etwa 1 cm (0,5 Inch) unterhalb des abgebundenen Endes Garn um die Quaste wickeln, um den Kopf zu formen. Zierkappe und Perle auf das obere Band fädeln. Die Quaste an einem D-Ring befestigen oder separat einhängen.
Fertigstellung
Alle restlichen Fäden sicher vernähen. Bei Bedarf leicht spannen: mit Wasser besprühen und in Form ziehen. Für extra Haltbarkeit ein Stofffutter einarbeiten – Stoff passend zum Teil zuschneiden (plus Nahtzugabe), zusammennähen und von Hand in die Tasche nähen.
Tipps fürs Gelingen
Noppen gleichmäßig: Halte die Spannung bei jeder Noppe gleich – lockerere Noppen wirken größer und bringen das Design aus dem Takt.
Zählen: Nach jeder Strukturreihe die Maschen zählen – jede Noppe zählt als eine Masche.
Spannen: Baumwolle lässt sich gut spannen. Die Teile vor dem Verbinden flach feststecken, wenn sich die Kanten rollen.
Hardware: Investiere in schönes Zubehör – es lässt deine Handarbeit professionell wirken.
Mach sie zu deiner: Cremeweiß mit Gold für eine Braut-Clutch, Kristall- oder Holzperlen statt Perlen, Ledergriffe statt Metallringe, längere Quaste oder ganz ohne – die Muschelform funktioniert in jeder Farbe. Marineblau wirkt edel, Senfgelb boho, Schwarz geht immer.
Viel Freude beim Häkeln!
Deine Hannah


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