Da ist sie. Eine pummelige rosa Hochlandkuh mit Weihnachtsmütze, einem kleinen roten Herz in den Armen und der allerliebsten lockigen Mähne, die über eine Seite fällt. Wenn du nach einer Häkelanleitung gesucht hast, die sowohl zum Valentinstag als auch zu Weihnachten passt, dann leistet diese süße Dame wunderbar doppelte Dienste.
Die Idee kam mir, als eine Freundin ein Geschenk suchte, das sie im Februar UND im Dezember verschenken kann. Eine Kuh mit Weihnachtsmütze und Herz – warum eigentlich nicht? Als ich die fertige Kuh zum ersten Mal auf dem Regal sitzen sah, Mütze leicht schief, Herz fest in den Armen, war klar: Die bleibt nicht nur bei mir.
Diese Amigurumi-Hochlandkuh sieht kompliziert aus, aber ich verspreche dir: Du kannst sie absolut häkeln. Wenn du feste Maschen beherrschst und in Runden arbeiten kannst, hast du die wichtigsten Fähigkeiten schon drauf. Die lockige Mähne wirkt vielleicht einschüchternd, aber es sind nur Luftmaschenketten, die in Reihen befestigt werden. Nichts Ausgefallenes. Ich führe dich durch jedes einzelne Teil, Schritt für Schritt.

Warum diese Kuh so gut funktioniert
Sie wird etwa 25,4 cm (10″) groß und nutzt einfache Amigurumi-Konstruktion: Die Körperteile werden einzeln gearbeitet, gestopft und am Ende zusammengenäht. Die charakteristische lockige Mähne entsteht durch eine simple Technik, die immer wieder wiederholt wird – doppelte Maschen in eine Luftmaschenkette lassen die Kette ganz von selbst spiralförmig kringeln.
Die Kombination aus Weihnachtsmütze und Herz macht sie zum Geschenk für mehrere Anlässe: Ohne Mütze ist sie eine ganzjährige Kuh, mit Mütze ein Weihnachtsgeschenk, mit Herz ein Valentinsgruß.
Schwierigkeit und Zeitaufwand
Ich stufe dieses Projekt als fortgeschrittene Anfängerin ein. Du solltest dich mit festen Maschen, Zunehmen, Abnehmen und durchgehenden Runden wohlfühlen. Rechne mit etwa 8 bis 12 Stunden, verteilt auf mehrere Häkelrunden.
Fertige Maße
- Größe: ca. 25,4 cm (10″) groß im Sitzen
Material
Garn
- Altrosa oder Rosé (Hauptfarbe): Worsted-Garn, ca. 150 g
- Cremeweiß oder Off-White: ca. 30 g
- Pfirsich oder helles Aprikot (Schnauze): ca. 15 g
- Rot: ca. 20 g
- Hellrosa (Mähne): ca. 25 g
- Weiß: kleine Menge (Mähnen-Highlights, Augenflecken)
- Grau oder Hellgrau: kleine Menge (Augenlider)
Ich habe eine Baumwoll-Acryl-Mischung für schöne Maschendefinition verwendet. Reines Acryl funktioniert auch prima und kostet weniger. Vermeide zu fusselige Garne, weil du deine Maschen gut sehen musst.
Häkelnadel
- 3,0 mm oder die Nadelstärke, mit der die Maschen schön dicht werden
Sonstiges
- 9-mm-Sicherheitsaugen in Schwarz (ein Paar)
- Füllwatte aus Polyester
- Stopfnadel zum Nähen
- Maschenmarkierer
- Schere
- Stecknadeln zum Positionieren vor dem Nähen
Maschenprobe
Eine genaue Maschenprobe ist bei Amigurumi nicht entscheidend. Wichtig ist: Häkle so fest, dass keine Füllwatte durchscheint. Wenn du weiße Füllung durchblitzen siehst, nimm eine Nadelstärke kleiner.
Abkürzungen
- LM = Luftmasche: Umschlag, durch die Schlinge auf der Nadel ziehen. Erzeugt Grundlagen oder dekorative Längen.
- KM = Kettmasche: Einstechen, Umschlag, in einer Bewegung durch Masche und Schlinge ziehen. Zum Verbinden oder für Oberflächendeko.
- FM = feste Masche: Einstechen, Faden holen (2 Schlingen auf der Nadel), Umschlag und durch beide Schlingen ziehen.
- hStb = halbes Stäbchen: Umschlag, einstechen, Faden holen (3 Schlingen auf der Nadel), Umschlag und durch alle 3 Schlingen ziehen.
- Stb = Stäbchen: Umschlag, einstechen, Faden holen, Umschlag und durch 2 Schlingen ziehen, Umschlag und durch die restlichen 2 Schlingen ziehen.
- zun = zunehmen: 2 FM in dieselbe Masche arbeiten. Fügt eine Masche hinzu.
- abn = abnehmen (unsichtbare Abnahme): Nur durch die vorderen Maschenglieder der nächsten 2 Maschen einstechen, Faden holen und durch beide vorderen Maschenglieder ziehen, Umschlag und durch beide Schlingen auf der Nadel ziehen.
- hMG = hinteres Maschenglied (nur in das hintere Maschenglied einstechen)
- mR = magischer Ring (verstellbare Anfangsschlinge)
- M = Masche(n)
- Rd = Runde(n)
- wdh = wiederholen
Die Zahl in Klammern am Rundenende gibt die Maschenzahl an.
Hinweise vor Beginn
- Alle Teile werden in durchgehenden Runden gearbeitet, sofern nicht anders angegeben.
- Die Maschenzahlen stehen am Ende jeder Runde in Klammern.
- Stecke alle Teile vor dem Nähen erst mit Stecknadeln fest, damit du die Platzierung noch anpassen kannst.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Körper
Der Körper ist ein durchgehendes Stück, von unten nach oben gearbeitet. Wir beginnen an der Sitzfläche und arbeiten nach oben.
Mit altrosa Garn und 3,0-mm-Nadel:
Runde 1: 6 FM in den mR. (6 FM)
Runde 2: zun in jede M ringsherum. (12 FM)
Runde 3: [FM 1, zun] ringsherum wdh. (18 FM)
Runde 4: [FM 2, zun] ringsherum wdh. (24 FM)
Runde 5: [FM 3, zun] ringsherum wdh. (30 FM)
Runde 6: [FM 4, zun] ringsherum wdh. (36 FM)
Runde 7: [FM 5, zun] ringsherum wdh. (42 FM)
Runde 8: [FM 6, zun] ringsherum wdh. (48 FM)
Runden 9 bis 12: FM in jede M ringsherum. (48 FM) – 4 Runden geradeaus
Runde 13: [FM 6, abn] ringsherum wdh. (42 FM)
Runde 14: FM in jede M ringsherum. (42 FM)
Runde 15: [FM 5, abn] ringsherum wdh. (36 FM)
Runden 16 bis 22: FM in jede M ringsherum. (36 FM) – 7 Runden geradeaus
Runde 23: [FM 4, abn] ringsherum wdh. (30 FM)
Runden 24 bis 26: FM in jede M ringsherum. (30 FM)
Hier fest zu stopfen beginnen. Beim Abnehmen immer wieder nachstopfen.
Runde 27: [FM 3, abn] ringsherum wdh. (24 FM)
Runde 28: FM in jede M ringsherum. (24 FM)
Runde 29: [FM 2, abn] ringsherum wdh. (18 FM)
Runde 30: [FM 1, abn] ringsherum wdh. (12 FM)
Fertig stopfen. Zu einem abgerundeten sitzenden Körper formen.
Runde 31: abn ringsherum. (6 FM)
Abketten, das Loch zunähen, den Faden vernähen.
Schnauze
Das ergibt die charakteristische breite Hochlandkuh-Nase. Mit Pfirsich- oder Aprikotgarn arbeiten.
Runde 1: 6 FM in den mR. (6 FM)
Runde 2: zun in jede M ringsherum. (12 FM)
Runde 3: [FM 1, zun] ringsherum wdh. (18 FM)
Runde 4: [FM 2, zun] ringsherum wdh. (24 FM)
Runde 5: [FM 3, zun] ringsherum wdh. (30 FM)
Runden 6 bis 10: FM in jede M ringsherum. (30 FM) – 5 Runden geradeaus
KM, abketten, dabei einen langen Faden zum Annähen lassen.
Vor dem Annähen leicht stopfen. Mit rosa Garn zwei kleine gebogene Nasenlöcher und eine Lachlinie aufsticken.
Arme mit cremefarbenen Bündchen (2 Stück)
Zwei identische Arme arbeiten. Der cremefarbene Abschnitt am Ende ergibt den gemütlichen Pulloverbündchen-Look.
Mit cremefarbenem Garn:
Runde 1: 6 FM in den mR. (6 FM)
Runde 2: zun in jede M ringsherum. (12 FM)
Runden 3 bis 4: FM in jede M ringsherum. (12 FM)
Zu Altrosa wechseln:
Runden 5 bis 16: FM in jede M ringsherum. (12 FM) – 12 Runden geradeaus
KM, abketten, dabei einen Faden lassen. Leicht stopfen, hauptsächlich im Handbereich. Die obere Öffnung vor dem Annähen flach drücken.
Beine mit Hufen (2 Stück)
Mit cremefarbenem Garn:
Runde 1: 6 FM in den mR. (6 FM)
Runde 2: zun in jede M ringsherum. (12 FM)
Runde 3: [FM 1, zun] ringsherum wdh. (18 FM)
Runden 4 bis 6: FM in jede M ringsherum. (18 FM)
Zu Altrosa wechseln:
Runden 7 bis 14: FM in jede M ringsherum. (18 FM) – 8 Runden geradeaus
KM, abketten, dabei einen langen Faden lassen. Fest stopfen, damit sie aufrecht sitzt.
Ohren (2 Stück, altrosa)
Runde 1: 6 FM in den mR. (6 FM)
Runde 2: zun in jede M ringsherum. (12 FM)
Runden 3 bis 5: FM in jede M ringsherum. (12 FM)
Runde 6: [FM 1, abn] ringsherum wdh. (8 FM)
KM, abketten. Nicht stopfen. Flach falten und die Basis vor dem Annähen leicht zusammendrücken.
Lockige Mähne
Das ist das Markenzeichen der Hochlandkuh. Es sieht kompliziert aus, nutzt aber eine einfache Technik, die viele Male wiederholt wird.
Mit hellrosa Garn arbeiten (einige weiße Stränge als Highlights untermischen):
Für jede Lockensträhne:
25 LM anschlagen, ab der 2. LM ab Nadel: je 2 FM in jede LM.
Die doppelten Maschen lassen die Kette ganz von selbst spiralförmig kringeln. Ca. 25 bis 30 Lockensträhnen anfertigen. Einige weiße Strähnen für mehr Tiefe untermischen.
Die Locken in Reihen entlang einer Kopfseite befestigen, von oben nach unten bis unterhalb des Ohrs. Jede Strähnenbasis mit der Stopfnadel sicher annähen. Für Fülle dicht an dicht anordnen.
Weihnachtsmütze
Diese festliche Mütze macht sie auch perfekt zum Verschenken an Weihnachten.
Mit rotem Garn:
Runde 1: 4 FM in den mR. (4 FM)
Runde 2: [FM 1, zun] ringsherum wdh. (6 FM)
Runde 3: FM in jede M ringsherum. (6 FM)
Runde 4: [FM 1, zun] ringsherum wdh. (9 FM)
Runde 5: FM in jede M ringsherum. (9 FM)
Runde 6: [FM 2, zun] ringsherum wdh. (12 FM)
Runden 7 bis 8: FM in jede M ringsherum. (12 FM)
Runde 9: [FM 3, zun] ringsherum wdh. (15 FM)
Runden 10 bis 11: FM in jede M ringsherum. (15 FM)
Runde 12: [FM 4, zun] ringsherum wdh. (18 FM)
Runden 13 bis 14: FM in jede M ringsherum. (18 FM)
Runde 15: [FM 5, zun] ringsherum wdh. (21 FM)
Runde 16: FM in jede M ringsherum. (21 FM)
Zu weißem Garn wechseln:
Runden 17 bis 19: FM in jede M ringsherum. (21 FM)
KM, abketten.
Bommel: Einen kleinen weißen Bommel anfertigen oder eine winzige Kugel häkeln (6 FM in den mR, zun ringsherum auf 12, abn ringsherum auf 6, stopfen, schließen). An der Mützenspitze befestigen.
Herz-Applikation
Dieses süße rote Herz sitzt in ihren Armen.
Mit rotem Garn zwei Herzhälften arbeiten:
Erste Hälfte:
2 LM anschlagen, 4 FM in die 2. LM ab Nadel, wenden.
Reihe 2: 1 LM, zun, FM 2, zun. (6 FM)
Reihe 3: 1 LM, FM in jede M. (6 FM)
Abketten – bei der zweiten Hälfte den Faden nicht abschneiden.
Zweite Hälfte:
Reihen 1 bis 3 wiederholen, aber nicht abketten.
Verbindungsrunde:
FM um beide Hälften zusammen arbeiten, dabei 3 FM in die untere Spitze arbeiten, um die Herzform zu erzeugen. Mit KM schließen.
Weiße Rüschenkante: Weißes Garn neu ansetzen, [FM 1, 2 LM, KM in dieselbe M] um die gesamte Herzkante arbeiten für den Spitzeneffekt.
Augenflecken und Gesichtsdetails
Weiße Augenflecken (2 Stück):
Runde 1: 5 FM in den mR. (5 FM)
Runde 2: zun in jede M ringsherum. (10 FM)
KM, abketten.
Graue Augenlider (2 Stück):
6 LM anschlagen, FM in die 2. LM ab Nadel, hStb, Stb, hStb, FM. Abketten.
Die weißen Flecken dort auf dem Gesicht positionieren, wo die Augen sitzen sollen. Die Sicherheitsaugen durch die Mitte der weißen Flecken und in den Kopf stecken. Die Sicherungen innen befestigen. Die gebogenen grauen Augenlider über jedem Auge annähen, leicht über das Weiß überlappend – das ergibt den süßen verschlafenen Ausdruck.
Zusammensetzen
Jetzt bringen wir sie zusammen. Ich empfehle, alle Teile vor dem Nähen festzustecken, damit du die Platzierung noch anpassen kannst.
- Die Schnauze mittig unten vorne am Kopfbereich befestigen.
- Die Beine vorne unten am Körper annähen, leicht nach außen geneigt, damit sie natürlich sitzt.
- Die Arme auf Schulterhöhe anbringen, so geneigt, dass sie das Herz halten.
- Die Ohren seitlich am Kopf annähen, knapp unterhalb der Stelle, wo die Mütze sitzen wird.
- Die lockige Mähne entlang einer Seite befestigen, beginnend nahe der Mützenlinie und fallend bis unter das Ohr.
- Die Mütze leicht schief auf dem Kopf positionieren und festnähen.
- Das Herz zwischen die Arme legen und mit ein paar Stichen fixieren.
Tritt einen Schritt zurück und prüfe ihre Proportionen. Alles, was nicht stimmt, anpassen, bevor du die Nähte fertigstellst.
Größe anpassen
Für eine kleinere Kuh einfach dünneres Garn und eine kleinere Nadel wählen. Für eine ganzjährige Version die Weihnachtsmütze weglassen und die Herzfarbe je nach Anlass wechseln. Mit braunem Garn statt Rosa entsteht eine traditionellere Hochlandkuh-Optik.
Pflege
Bei Bedarf vorsichtig von Hand waschen und an der Luft trocknen. Nicht auswringen und nicht in den Trockner geben.
Häufige Probleme
- Die Spannung stimmt nicht: Halte deine Maschen fest, damit keine Füllwatte durchscheint. Wenn du weiße Füllung siehst, eine Nadelstärke kleiner wählen.
- Ich verliere den Überblick: Maschenmarkierer verwenden. Amigurumi-Runden verschwimmen ineinander – die erste Masche jeder Runde markieren.
- Stopfen wird schwierig: Während des Häkelns stopfen. Nicht warten, bis ein Teil fertig ist – Füllung in kleinen Mengen hinzufügen, solange du noch hineingreifen kannst.
- Sicherheitsaugen sitzen falsch: Diese vor dem Schließen des Kopfes einsetzen. Sobald die Sicherungen sitzen, sind sie permanent. Die Positionierung erst mit festgesteckten Filzkreisen testen.
Mach sie zu deiner Kuh
Diese Anleitung funktioniert wunderbar wie geschrieben, aber individualisiere sie gern: Die Weihnachtsmütze weglassen für eine Ganzjahresversion. Die Herzfarbe für verschiedene Anlässe wechseln. Braunes Garn statt Rosa für einen traditionelleren Hochlandkuh-Look verwenden.
Sie ist ein wunderbares handgemachtes Geschenk für alle, die Kühe, Bauernhoftiere oder gemütliche Plüschtiere lieben. Die Kombination aus Valentinsherz und Weihnachtsmütze bedeutet: Du kannst sie zu mehreren Anlässen verschenken.

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