Salbeigrünes Boho-Sommerkleid häkeln

Letzten Sommer stand ich mit dieser vertrauten Frustration vor meinem Kleiderschrank. Du kennst das Gefühl. Dutzende Kleider, und kein einziges, das sich nach mir anfühlte. Ich wollte etwas Romantisches, aber nicht Verspieltes. Bohemian, aber poliert genug fürs Abendessen. Handgemacht, aber definitiv nicht nach selbstgemacht aussehend.

Also tat ich, was jede garnbesessene Handarbeiterin tun würde. Ich schnappte mir meine Nadeln und legte los.

Dieses salbeigrüne Boho-Sommerkleid wurde fast zwei Monate lang mein Herzensprojekt. Jede Masche lehrte mich etwas Neues, und nun darf ich die ganze Reise mit dir teilen. Faire Warnung: Das ist kein Wochenendprojekt. Aber wenn du je davon geträumt hast, dein eigenes Häkelkleid zu machen – eines, das wirklich wunderschön passt und aussieht wie aus einem Boutique-Schaufenster –, ist das deine Anleitung.

Salbeigrünes Boho-Sommerkleid häkeln

Warum diese Sommerkleid-Anleitung funktioniert

Lass mich dir erzählen, was dieses Kleid besonders macht. Die Konstruktion ist komplett nahtlos. Du arbeitest das gesamte Kleidungsstück in Runden – minimales Fertigstellen und keine dicken Nähte, die an heißen Tagen auf der Haut drücken.

Das Oberteil nutzt eine dichte Halbstäbchen-Textur, die echten Halt und Struktur gibt. Kein separates Futter nötig, es sei denn, du bevorzugst eines. Der Stoff ist dick genug, um sich sicher anzufühlen, aber atmungsaktiv genug für den Sommer.

Dann kommt der Rock, und hier passiert die Magie. Vier verschiedene Musterbänder staffeln sich von dicht zu spitzenartig zum Saum hin. Der Effekt schmeichelt jeder Figur, weil er den Blick nach unten zieht, während die figurbetonte Taille alles genau richtig einschnürt.

Die Bogen-Muschelspitzenkante am Saum gibt dem Kleid den romantischen Boho-Abschluss. Sie fängt die Brise, wenn du gehst. Glaub mir.

Schwierigkeitsgrad

Mittelstufe bis fortgeschritten – ich bin ehrlich mit dir. Du solltest dich wohlfühlen beim Arbeiten in Runden, beim Lesen von Maschenwiederholungen über mehrere Musterbänder und beim Halten einer gleichmäßigen Maschenprobe über ein langes Projekt.

Wenn du mindestens zwei Kleidungsstücke fertiggestellt hast, findest du es machbar. Ist es dein erstes Kleidungsstück, würde ich vorschlagen, erst mit einem einfacheren Top Selbstvertrauen aufzubauen.

Zeitaufwand: ca. 30 bis 45 Stunden insgesamt. Das Oberteil braucht grob 10 bis 12 Stunden. Jedes Rockband ca. 4 bis 6 Stunden. Fertigstellen und Spannen weitere 2 bis 3 Stunden. Das ist eine Herzensarbeit, kein Last-Minute-Geschenkprojekt.

Fertige Maße

Diese Anleitung ist für Größe S/M (US 4 bis 8) geschrieben:

  • Brust: ca. 86 cm (dehnt sich für 86 bis 91 cm Brust)
  • Taille: ca. 71 cm (dehnt sich für 71 bis 76 cm Taille)
  • Hüfte/Saumumfang: ca. 137 cm
  • Gesamtlänge (Schulter bis Saum): ca. 81 cm
  • Oberteillänge (Körbchenoberkante bis Taille): ca. 23 cm
  • Rocklänge (Taille bis Saum): ca. 58 cm

Größenanpassungs-Hilfen am Ende der Anleitung.

Das brauchst du

Garn

Ca. 1097 m DK-Garn (Stärke 3). Ich empfehle dringend 100 % Baumwolle oder eine Baumwoll-Bambus-Mischung für besten Fall und beste Maschendefinition.

Garnempfehlungen:

  1. Lion Brand 24/7 Cotton in Sage (100 % mercerisierte Baumwolle, 170 m pro 100-g-Knäuel) – außergewöhnliche Maschendefinition, hält die Form nach dem Spannen wunderbar. Du brauchst ca. 7 Knäuel.
  2. Paintbox Yarns Cotton DK in Grass Green oder Spearmint (100 % Baumwolle, 250 m pro 100-g-Knäuel) – mehr Lauflänge pro Knäuel, also weniger Enden zum Vernähen. Du brauchst ca. 5 Knäuel.
  3. Scheepjes Cahlista (100 % natürliche Baumwolle, 78 m pro 50-g-Knäuel) – ausgezeichnet für die Spitzenbänder durch ihren glatten Drill. Du brauchst ca. 15 kleine Knäuel.

Hinweis zum Ersetzen: Jedes glatte DK-Baumwollgarn oder eine Baumwollmischung mit guter Maschendefinition geht. Meide flauschige, strukturierte oder Acrylgarne. Die Spitzenbänder brauchen klare Maschensichtbarkeit. Immer zuerst eine Probe häkeln.

Nadeln

  • 3,5 mm (US E-4) für das Oberteil
  • 3,75 mm (US F-5) für die Rockbänder und den Saum

Sonstiges

  • Maschenmarkierer (mindestens 6, verriegelbar)
  • Stopfnadel zum Fertigstellen
  • Schere
  • Maßband
  • 2 kleine D-Ring-Versteller, ca. 1 cm breit (optional, zur Trägerlängenverstellung)
  • Spannmatten und Stecknadeln
  • Sprühflasche zum Nassspannen

Maschenprobe (bitte nicht überspringen)

Oberteil-Maschenprobe (3,5-mm-Nadel, hStb in Runden): 18 hStb × 14 Runden = 10 × 10 cm.

Rock-Maschenprobe (3,75-mm-Nadel, FM in Runden): 17 FM × 18 Runden = 10 × 10 cm.

Spitzenband-Maschenprobe (3,75-mm-Nadel, Muschelmuster): Eine volle Muschelwiederholung (6 M) = ca. 3,6 cm breit.

Die Maschenprobe ist entscheidend für eine tragbare Passform. Nimm dir Zeit, beide Proben zu häkeln. Die Probe vor dem Messen spannen. Bei Abweichung die Nadelstärke anpassen, bevor die Maschenzahl angepasst wird.

Abkürzungen

  • Anf = Anfang
  • hMG = hinteres Maschenglied (nur unter das hintere Maschenglied einstechen)
  • LM = Luftmasche
  • LM-Bogen = Luftmaschenbogen (die Lücke einer LM aus der Vorreihe)
  • Stb = Stäbchen
  • abn = Abnahme
  • je = jeweils
  • vMG = vorderes Maschenglied (nur unter das vordere Maschenglied einstechen)
  • hStb = halbes Stäbchen
  • hStbzus = zwei halbe Stäbchen zusammen abmaschen, eine Abnahme (Umschlag, in die erste M einstechen, Schlinge hochholen, Umschlag, in die nächste M einstechen, Schlinge hochholen, Umschlag und durch alle 5 Schlingen ziehen)
  • zun = Zunahme (2 M in eine M arbeiten)
  • Schl = Schlaufe(n)
  • mR = magischer Ring
  • restl = restlich
  • wdh = wiederholen
  • Rd = Runde
  • re = rechte Seite
  • FM = feste Masche
  • FMzus = zwei FM zusammen abmaschen, eine Abnahme
  • überspr = überspringen
  • KM = Kettmasche
  • ZwR = Zwischenraum
  • M = Masche(n)
  • WLM = Wendeluftmasche
  • zus = zusammen
  • DStb = Doppelstäbchen
  • li = linke Seite
  • Umschl = Umschlag

Spezialmaschen für diese Kleidanleitung

Diese Spezialmaschen erzeugen die wunderschöne Textur im ganzen Kleid. Übe jede, bevor du beginnst, wenn sie neu für dich sind.

Muschelmasche (für Rockbänder 2 und 4)

5 Stäbchen alle in dieselbe M oder denselben LM-Bogen arbeiten. Das erzeugt eine Muscheleinheit, die sich wunderschön auffächert.

V-Masche (für Rockband 3)

(1 Stb, 2 LM, 1 Stb) alle in dieselbe M oder denselben LM-Bogen arbeiten. Die LM in der Mitte erzeugt die „V”-Form.

Picot (für die Saumkante)

3 LM, dann KM in die erste gemachte LM (die der Nadel am nächsten). Das erzeugt eine kleine dekorative Schlaufe als zartes Detail.

Bogen-Muschel-Saueinheit (für die Saumkante)

(FM, hStb, 3 Stb, hStb, FM) alle in dieselbe M oder denselben LM-Bogen arbeiten. Das erzeugt die wunderschöne Bogenkante unten am Kleid.

Gekreuzte halbe Stäbchen (für die Trägerflechttextur)

Die nächste M überspringen, hStb in die folgende M, dann hStb in die übersprungene M, dabei hinter dem vorherigen hStb arbeiten. Beide hStb teilen sich dieselbe waagerechte Ebene. Das erzeugt die hübsche Flechttextur auf den Trägern.

FM-vMG-Rippung (für Bund und Taillenband-Bordüre)

Die Nadel nur ins vordere Maschenglied der angegebenen M einstechen und FM wie gewohnt arbeiten. Das erzeugt eine flexible gerippte Textur, die die Taille bequem umschmeichelt.

Wichtige Hinweise vor dem Start

Lies diese Hinweise sorgfältig. Sie ersparen dir Verwirrung und Auftrennen später.

  1. Das Kleid wird durchgehend in Runden gearbeitet, außer den zwei Trägern, die flach gearbeitet werden.
  2. Mit einem verriegelbaren Maschenmarkierer den Anfang jeder Rd markieren. Beim Arbeiten mit hochnehmen.
  3. Wendeluftmaschen zählen in dieser Anleitung NICHT als Masche, sofern nicht ausdrücklich angegeben.
  4. Beim Arbeiten in Runden jede Rd mit KM in die erste M dieser Rd verbinden (nicht in die WLM), sofern die Anleitung nichts anderes sagt.
  5. Das Oberteil wird von der Oberkante abwärts gearbeitet. Die Träger werden nach dem Fertigstellen des Oberteils angebracht, oder du kannst sie beim Arbeiten einhäkeln.
  6. Die Taillen-Ösenrunde erzeugt den Kanal, durch den die Kordel gefädelt wird. Diese Rd sorgfältig arbeiten und keine Öse auslassen.
  7. Das fotografierte Kleid nutzt ein Garn mit leichter Melierung bzw. tonaler Variation im Salbeiton, die den Spitzenbändern Tiefe gibt. Ein solides Salbeigrün ergibt ebenfalls ein wunderschönes Ergebnis.
  8. Für einen saubereren Rundenübergang in Spitzenabschnitten ggf. die Unsichtbar-Verbinden-Technik nutzen oder jede Rd mit einer stehenden Masche beginnen.
  9. Die Rockbänder werden in der Reihenfolge von Band 1 (dicht, taillennah) bis Band 4 (offenste Spitze, am Saum) gearbeitet. Der Umfang wächst allmählich durch strategische Zunahmen am Anfang jedes neuen Bands.
  10. Das fertige Kleid vor dem Tragen spannen. Baumwolle reagiert extrem gut auf Nassspannen, und die Spitze öffnet sich wunderschön.

Anleitung Schritt für Schritt

Abschnitt 1: Träger (2× arbeiten)

Mit 3,5-mm-Nadel.

Jeder Träger ist ein flaches Band in gekreuzten-hStb-Reihen. Er misst ca. 35,5 cm vor dem Anbringen. Die Länge lässt sich mit optionalen D-Ring-Schiebern oder mehr/weniger Reihen anpassen.

Anschlagkette für den Träger: 9 LM.

Reihe 1 (re): hStb in die 3. LM ab der Nadel und in jede LM der Reihe. (7 hStb)

Reihe 2: 2 LM, wenden. Erste M überspr. hStb in die 2. M, hStb in die übersprungene M. Ab Reihenanfang wdh, jedes gekreuzte-hStb-Paar über die Reihe arbeiten, mit hStb in die letzte M enden. (7 M)

Reihe 2 wdh, bis der Träger 35,5 cm misst.

Letzte Reihe: 1 LM, wenden. FM über alle 7 M. Abketten und ca. 30,5 cm Nähfaden hängen lassen.

Den zweiten Träger identisch anfertigen. Beide beiseitelegen.

Abschnitt 2: Oberteil

Mit 3,5-mm-Nadel.

Teilabschnitt 2A: Linkes Körbchen – Grundlage

40 LM. KM in die erste LM zum Ring verbinden, ohne zu verdrehen. (40-LM-Ring)

Rd 1: 1 LM, FM in jede LM der Runde. Mit KM in die erste FM verbinden. (40 FM)

Hinweis: Du kannst ein Trägerende über die Ringoberkante legen und die nächste Rd über den Trägerfaden arbeiten, um ihn einzuhäkeln, oder den Träger nach dem Fertigstellen des Oberteils annähen.

Rd 2: 1 LM, FM in jede M der Runde. Verbinden. (40 FM)

Rd 3 (Körbchenformung): 1 LM, FM in die ersten 9 M, 2 FM in die nächste M, FM in die nächsten 20 M, 2 FM in die nächste M, FM in die letzten 9 M. Verbinden. (42 FM)

Rd 4: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (42 hStb)

Rd 5: 1 LM, hStb in die ersten 10, 2 hStb in die nächste, hStb in 20, 2 hStb in die nächste, hStb in die letzten 9. Verbinden. (44 hStb)

Rd 6: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (44 hStb)

Rd 7: 1 LM, hStb in die ersten 11, 2 hStb in die nächste, hStb in 20, 2 hStb in die nächste, hStb in die letzten 10. Verbinden. (46 hStb)

Rd 8: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (46 hStb)

Abketten und langen Faden hängen lassen. Die letzte M mit verriegelbarem Markierer markieren.

Teilabschnitt 2B: Rechtes Körbchen

Rd 1 bis 8 genau wie beim linken Körbchen arbeiten. Am Ende von Rd 8 NICHT abketten. (46 hStb)

Teilabschnitt 2C: Verbindungsrunde

Mit dem rechten Körbchen noch auf der Nadel (Rd 8 fertig, 46 hStb):

12 LM (das überbrückt die V-Ausschnitt-Öffnung in der vorderen Mitte).

KM in die markierte letzte M des linken Körbchens.

Über das linke Körbchen arbeiten: hStb in jede der 46 M des linken Körbchens.

12 LM (das überbrückt die hintere Mitte).

Über das rechte Körbchen arbeiten: hStb in jede der 46 M des rechten Körbchens.

Über die vordere Brücken-LM arbeiten: hStb in jede der 12 LM.

Über die hintere Brücken-LM arbeiten: hStb in jede der 12 LM.

Mit KM in das erste hStb der Rd verbinden. Markierer setzen. (46 + 12 + 46 + 12 = 116 hStb)

Hinweis: Das ergibt einen vollen Umfang von 116 M. Der dichte hStb-Stoff dehnt sich, um deinen Körper bequem zu umschließen.

Rd 10: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (116 hStb)

Rd 11: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (116 hStb)

Rd 12 (Taillenformung beginnt, Abnahme): 1 LM, hStb in die ersten 27, hStbzus, hStb in die nächsten 58, hStbzus, hStb in die letzten 27. Verbinden. (114 hStb)

Rd 13: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (114 hStb)

Rd 14: 1 LM, hStb in die ersten 26, hStbzus, hStb in die nächsten 58, hStbzus, hStb in die letzten 26. Verbinden. (112 hStb)

Rd 15: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (112 hStb)

Rd 16: 1 LM, hStb in die ersten 25, hStbzus, hStb in die nächsten 58, hStbzus, hStb in die letzten 25. Verbinden. (110 hStb)

Rd 17: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (110 hStb)

Rd 18: 1 LM, hStb in die ersten 25, hStbzus, hStb in die nächsten 56, hStbzus, hStb in die letzten 25. Verbinden. (108 hStb)

Rd 19: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (108 hStb)

Rd 20: 1 LM, hStb in die ersten 24, hStbzus, hStb in die nächsten 56, hStbzus, hStb in die letzten 24. Verbinden. (106 hStb)

Rd 21: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (106 hStb)

Rd 22: 1 LM, hStb in die ersten 23, hStbzus, hStb in die nächsten 56, hStbzus, hStb in die letzten 23. Verbinden. (104 hStb)

Rd 23: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (104 hStb)

Rd 24: 1 LM, hStb in die ersten 22, hStbzus, hStb in die nächsten 56, hStbzus, hStb in die letzten 22. Verbinden. (102 hStb)

Rd 25: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (102 hStb)

Rd 26: 1 LM, hStb in die ersten 21, hStbzus, hStb in die nächsten 56, hStbzus, hStb in die letzten 21. Verbinden. (100 hStb)

Rd 27: 1 LM, hStb in jede M der Runde. Verbinden. (100 hStb)

Kontrollpunkt: Nach Rd 27 sollte das Oberteil ca. 23 cm ab der Körbchenoberkante messen. Die Taillenöffnung sollte sich bequem um eine 71-cm-Form dehnen. Ist dein Stück kürzer oder länger, prüfe deine Maschenprobe und passe ggf. die Nadelstärke an, bevor du fortfährst.

Abschnitt 3: Taillenband und Ösenrunde

Mit 3,5-mm-Nadel fortsetzen. Kein neues Garn ansetzen.

Rd 28 (Taillenband, FM-vMG-Rippung): 1 LM, FM ins vMG jeder M der Runde. Verbinden. (100 FM)

Rd 29: 1 LM, FM in jede M der Runde. Verbinden. (100 FM)

Rd 30 (Ösenrunde für die Kordel): 1 LM, (FM in die nächsten 3 M, 2 LM, nächste 2 M überspr) 20 Mal. Mit KM in die erste FM verbinden. (60 FM + 20 2-LM-Bögen = 100 Maschenäquivalent)

Rd 31: 1 LM, FM in jede M und 2 FM in jeden 2-LM-Bogen der Runde. Verbinden. (100 FM)

Rd 32: 1 LM, FM in jede M der Runde. Verbinden. (100 FM)

Rd 33: 1 LM, FM ins hMG jeder M der Runde. Verbinden. (100 FM)

Hinweis: Rd 28 und 33, in vMG bzw. hMG gearbeitet, erzeugen eine leichte Rippe, die das Taillenband optisch definiert. Der Ösenkanal in Rd 30 hält deine Kordel.

Abschnitt 4: Rock

Zur 3,75-mm-Nadel wechseln. Das Garn läuft vom Taillenband weiter.

Der Rock wird in vier Bändern gearbeitet. Jedes Band beginnt mit einer Zunahmerunde, um den Umfang zu weiten.

Rockband 1 (dichtes Netz, Rd 34 bis 46)

Rd 34 (Zunahmerunde): 1 LM, (FM in die nächsten 4 M, 2 FM in die nächste M) 20 Mal. Verbinden. (120 FM)

Rd 35 bis 37: 1 LM, FM in jede M der Runde. Verbinden. (120 FM pro Runde)

Rd 38 (offene Netzreihe): 1 LM, (FM in die nächste M, 1 LM, 1 überspr) 60 Mal. Mit KM in die erste FM verbinden. (60 FM + 60 1-LM-Bögen)

Rd 39: 1 LM, FM in jede FM und FM in jeden 1-LM-Bogen der Runde. Verbinden. (120 FM)

Rd 40 bis 42: 1 LM, FM in jede M der Runde. Verbinden. (120 FM pro Runde)

Rd 43 (offenes Netz wdh): 1 LM, (FM in die nächste M, 1 LM, 1 überspr) 60 Mal. Verbinden. (60 FM + 60 1-LM-Bögen)

Rd 44: 1 LM, FM in jede FM und FM in jeden 1-LM-Bogen der Runde. Verbinden. (120 FM)

Rd 45 bis 46: 1 LM, FM in jede M der Runde. Verbinden. (120 FM pro Runde)

Kontrollpunkt: Nach Band 1 (Rd 46) sollte der Rock ca. 12,7 cm unterhalb des Taillenbands messen.

Rockband 2 (Muschelband, Rd 47 bis 55)

Rd 47 (Zunahmerunde): 1 LM, (FM in die nächsten 4 M, 2 FM in die nächste M) 24 Mal. Verbinden. (144 FM)

Rd 48 (Muschelmuster beginnt): 1 LM, FM in die erste M, (2 M überspr, 5-Stb-Muschel in die nächste M, 2 M überspr, FM in die nächste M) 24 Mal. Mit KM in die erste FM verbinden. (24 Muscheln + 24 FM = 144 M-Äquivalent)

Rd 49: 5 LM (zählt als Stb + 2 LM), (FM in das mittlere Stb der nächsten Muschel, 2 LM, Stb in die nächste FM, 2 LM) 24 Mal, FM in das mittlere Stb der letzten Muschel, 2 LM. Mit KM in die 3. LM der Anfangs-5-LM verbinden. (24 Stb + 24 FM + 48 2-LM-Bögen)

Rd 50: 1 LM, FM in das erste Stb, (5-Stb-Muschel in die nächste FM, FM in das nächste Stb) 24 Mal, Muschel in die letzte FM. Verbinden. (24 Muscheln + 24 FM = 144 Äquivalent)

Rd 51 bis 52: Rd 49 und 50 wdh. (144 Äquivalent)

Rd 53: 1 LM, FM in jedes Stb jeder Muschel und FM in jede FM und 2 FM in jeden 2-LM-Bogen der Runde. (144 FM)

Rd 54 bis 55: 1 LM, FM in jede M der Runde. Verbinden. (144 FM pro Runde)

Kontrollpunkt: Nach Band 2 (Rd 55) sollte der Rock ca. 25 bis 28 cm unterhalb des Taillenbands messen.

Hinweis der Redaktion: An dieser Stelle bricht die Quellanleitung ab. Die Anleitung verweist auf die noch folgenden Rockbänder 3 (V-Maschen-Band) und 4 (Muschelband), die Saumkante mit Bogen-Muschel-Abschluss sowie das Anbringen der Träger und die Taillenkordel – diese Abschnitte sind in der Vorlage nicht enthalten und können daher hier nicht wiedergegeben werden.

Dein Boho-Häkelkleid fertigstellen

Spannen

Dieser Schritt ist unerlässlich. Nicht überspringen.

Das fertige Kleid 15 bis 20 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen. Überschüssiges Wasser vorsichtig ausdrücken ohne zu wringen. Flach auf Spannmatten legen und auf die Maße stecken. Die Spitzenbänder öffnen sich wunderschön, während sich der Stoff entspannt.

Vollständig trocknen lassen, bevor die Stecknadeln entfernt werden. Das dauert je nach Luftfeuchtigkeit meist 24 bis 48 Stunden.

Träger anbringen

Falls du die Träger beim Arbeiten nicht eingehäkelt hast, jeden Träger mit Stopfnadel und den langen Fäden sicher an die innere Oberkante jedes Körbchens nähen. Das Kleid anprobieren und die Trägerplatzierung für die schmeichelhafteste Passform anpassen, bevor du sie endgültig sicherst.

Taillenkordel anfertigen und einfädeln

Eine einfache Kettenkordel von ca. 150 cm anfertigen oder eine schmale flache Kordel aus FM-Reihen häkeln. Mit Stopfnadel oder Sicherheitsnadel durch die Ösenrunde fädeln. In der vorderen Mitte zur Schleife binden.

Größen anpassen

Für größere Größen: M in Vielfachen hinzufügen, die zu deinen Muschelwiederholungen passen. Für jede zusätzlichen 5 cm Brust ca. 9 M zu den Anfangsrunden hinzufügen.

Für einen längeren Rock: Zusätzliche Runden zu einem der Bänder vor dem Übergang zum nächsten hinzufügen.

Für ein kürzeres Oberteil: Weniger Runden zwischen Verbindungsrunde und Taillenformung arbeiten.

Immer proben und unterwegs messen. Häkelkleidung ist verzeihend, aber der Abgleich mit deinen Körpermaßen sichert die beste Passform.

Ein Häkelkleid von Grund auf zu machen ist eine wahre Leistung. Das ist die Sorte Projekt, auf die du jahrelang stolz sein wirst. Jedes Mal, wenn du es an einem Sommerabend ausführst, erinnerst du dich an die Stunden voller Liebe und Kreativität, die hineingeflossen sind.

Salbeigrünes Boho-Sommerkleid häkeln

📌 Du liebst solche Häkelkleider? Auf dem Blog Lust und Genuss (lustundgenuss.de) findest du viele weitere kostenlose Anleitungen – speichere dir dieses Boho-Kleid am besten gleich auf deinen Pinterest-Pinnwänden, damit du es jederzeit wiederfindest.

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