Review: Die Eat&Style 2013

Ich war wieder für euch auf Entdeckunsgreise und präsentiere euch 11 Unternehmen mit tollen Genuss-Produkten.

In letzter Zeit gab es Einiges zu entdecken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Messen im Bereich Genuss und Essen wie Pilze aus dem Boden schießen. Aber auch wenn ich dadurch viel unterwegs war – es macht mir jedes Mal richtig Spaß! Ich finde es klasse, neue Leuten kennenzulernen und mich mit Ihnen über Ihre Leidenschaften und Produkte auszutauschen.

Am 16.11 brauste ich also gegen Mittag nach Köln zur Eat&Style, einer Genuss- und Lifestylemesse. Und war überrascht, wie voll das Messegelände bereits war. Die Messe war nicht nur für Fachbesucher, sondern allen Freunde des besonderen Genusses zugänglich. Einerseits schön, da man sich so mal umsehen kann, welche Leute sich für das Thema interessieren (meine Zielgruppe :)). Anderseits ganz schön anstrengend, weil ein dementsprechendes Gedrängel herrschte. Aber was tu ich nicht alles für euch – opfere mich und muss mich durch die ganzen Leckereien probieren, um euch auf den neuesten Stand zu bringen (Eine Runde Mitleid bitte – vielen Dank) Hier ein paar tolle Unternehmen und Genuss-Produkte im Schnelldurchlauf:

Fruchtiger Weingenuss: Reichsgraf-von-Plettenberg

 Reichsgraf-von-Plettenberg Niersteiner Paterberg Sauvignon BlancMeine erste Anlaufstation: Wein natürlich 🙂 Und jawohl, man bzw. ich kann auch schon mittags Wein verköstigen. Der Standinhaber war sehr sympathisch und präsentierte mir auf die Frage nach seinem „Bestseller“ den „Niersteiner Paterberg Sauvignon Blanc“ vom Hersteller Plettenberg, Jahrgang 2012 aus Rheinhessen. Ein tiefer Atemzug, ein erster Schluck – man war das lecker! Ich habe bis dato noch nie einen so extrem fruchtigen Wein getrunken, herrlich! Meiner Meinung nach hat er völlig zu Recht eine Goldmedaille der Landwirtschaftskammer RLP erhalten. Der nette Herr war übrigens ein Stellvertreter der Firma Reichsgraf von Plettenberg Gmbh, hier gehst zur Website:

Website: www.reichsgraf-von-plettenberg.de

Hochprozentiges aus Bayer: Vodrock-Vodka

Vodrock WodkaAuch die nächste Anlaufstelle hatte mit Alkohol zu tun und zwar mit Vodka – aus Bayern! „Vodrock“ heißt das Produkt des jungen Unternehmens, das erst seit diesem Jahr auf dem Markt erhältlich ist. Natürlich durfte auch hier gekostet werden – ganz wenig natürlich, ich musste ja noch fahren. Doch ich muss sagen: dafür, dass es purer Vodka war, hat dieser wirklich aromatisch, mild und würzig geschmeckt. Auf Nachfrage hin wurde mit erklärt, dass der Vodka ausschließlich aus Bio-Produkten hergestellt wird, langsam filtriert wird und Nuancen von Büffelgras, Bisamkorn und Zitrone vorweist. Die 700 ml-Flasche ist zwar mit 37,90 € nicht gerade ein Schnäppchen, aber für Kenner zu empfehlen. Außerdem ist schon die Flasche vom Design her ein echter Hingucker. Hier könnt ihr das Produkt erwerben:

Website: www.vodrock.com

Der fleischige Snack aus Argentinien: Black Mountan Jerky

Fleischiger Snack Black Mountan JerkyNach dem ganzen Alkohol musste aber was Deftiges her. Mein Freund Zuhause liebt das getrocknete Fleisch von der Tankstelle, also schaute ich mir den Stand von „Black Mountan Jerky“ genauer an. Der Snack wird aus ganz dünnem Freilandrindfleisch hergestellt, mit speziellen Gewürzen veredelt und dann getrocknet. Der Inhaber Josh Brazil kommt ursprünglich aus Argentinien und hat sich nun mit seinem Produkt in Deutschland selbstständig gemacht, als er feststellte, dass dieses hier nahezu unbekannt ist. Der erste Bissen wahr ehrlich gesagt nicht so überragend und auch nichts für Menschen mit schlechten Zähnen. Doch dann nach 2-3 Bissen, wenn das Fleisch etwas weicher ist, entfaltet sich auf einmal das ganze Aroma mit voller Wucht. Josh erklärte mir, das das Fleisch an der Tankstelle zahlreiche Geschmacksverstärker enthält, daher schmeckt dies schon zu Beginn intensiv. Er verzichte aber ganz bewusst auf Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe und verwende auch nur 100% Argentinisches Rindfleisch aus Freilandhaltung. Ein tolles Produkt und ein toller Snack, den ich nur weiterempfehlen kann. Enthält zudem kaum Fett und viel Eiweiß, ideal zum Abnehmen nach Weihnachten 🙂 Mein Freund war ganz begeistert und will bald ein Abo bestellen.

Website: www.blackmountainjerky.de

Genuss auf die amerikanische Art: American Heritage

American Heritage Cranberry Ginger Dressing von American HeritageDas Unternehmen bietet Möbel, Wohn- und Küchenaccessoires und kulinarische Köstlichkeiten aus Amerika an. Der Stand war sehr liebevoll und schön hergerichtet, alles im Retro-Stil, doch mich zog es natürlich zu den Leckereien. Hier gab es eine Reihe sehr leckerer Chutneys und Saucen zum Probieren, wobei mich besonders eine ganz besonders begeisterte: das „Cranberry Ginger Dressing von Stonewall Kitchen“. Schön pink, sehr fruchtig und eine ganz milde Schärfe – garantiert sehr lecker für einen tollen Salat! Wenn ihr auf die amerikanische Lebensart steht, solltet ihr hier mal vorbeischauen:

Website: www.american-heritage.de

Zudem gibt es Geschäfte in Düsseldorf, München und Augsburg, wo ihr Mal persönlich vorbeischauen könnt. Und auf dem firmeneigenen Blog gibt es viele typisch amerikanische Rezepte, z.B. eine Rezept für Kürbisbrot, Chocolate Chip Cookies im Ball Jar oder ein Thanksgiving-Rezept für Cranberry-Brot. Wenn ihr Mal eines nackkocht sagt mir doch bitte Bescheid wie es geschmeckt hat 🙂

Endlich Tomaten mit Geschmack: Honigtomaten der Firma Looije

Honigtomaten der Firma LooijeHonigtomaten Firma LooijeJa wer hätte das gedacht: ausgerechnet aus den Niederlande kommen jetzt Tomaten, die wirklich extrem lecker sind. Honigtomaten nennen Sie sich und genauso schmecken Sie auch: herrlich honigsüß und aromatisch, kein Vergleich zu den ansonsten doch recht faden Standard-Tomaten. Aufmerksam auf die kleine Köstlichkeit wurde ich über den originellen Standaufbau: Man konnte zunächst einen Blind-Geschmackstest aus 3 Sorten absolvieren und sich dann für den Geschmackssieger entscheiden. Die Abstimmung wurde auf einem Bildschirm angezeigt, wo die neue Sorte eindeutig vorne lag. Solltet ihr auf jeden Fall mal ausprobieren! Die Honigtomaten gibt es an zahlreichen Orten in Deutschland zu kaufen, wo genau in eurer Nähe erfahrt ihr über die Website:

Website: www.honingtomaten.nl

Käse? Ja! Flüssiger Käse? Oh jaaaaaaa! Die Firma „Herr von Due“

Fonduekäse der Firma Herr von Due Fonduekäse der Firma Herr von DueIch liebe Käse fast genauso sehr wie Schokolade. Wenn es nach mir ginge, könnte man auf alles Herzhafte noch eine Ladung Käse packen und auf alles Süße Schokolade. Als ich den Stand von „Herr von Due“ entdeckte, stürmte ich sofort los, denn man konnte verschiedene Sorten probieren. Ein Käsehimmel! „Herr von due“ ist ein Käse-Manufaktur, die Fondues aus Schweizer Käse herstellt. Das Besondere: man kann sich online aus 18 Käsesorten eine individuelle Mischung erstellen lassen. Zunächst gibt man die Anzahl der Gäste ein, daraus wird die benötigte Menge errechnet. Dann wählt man nach Wunsch seine Käsesorte(n) aus, fügt nach Wunsch noch Gewürze sowie passende Brände oder Weine hinzu und bekommt die Bestellung dann frisch gemischt und gekühlt nach Hause geliefert. Je nach Auswahl ist es nicht gerade ein Schnäppchen, aber wirklich köstlich (mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen…) Eine leckere Alternative zum Fondue-Essen an Weihnachten oder Sylvester!

Website: www.herrvondue.de

Der volle Fruchtgeschmack: True Fruits

True Fruits Aromatheke True FruitsDas Unternehmen aus Bonn wurde 2006 gegründet und ist mittlerweile in zahlreichen deutschen Supermärkten vertreten. Laut Firma wird 100% pure Frucht eingesetzt, keine Bindemittel, Konservierungsstoffe oder anderes Zeug. Die Idee zeichnete sich aus: 28 (!) Auszeichnungen gewann das Unternehmen bereits seit der Gründung, u.a. als „Marke des Jahrhunderts 2009“, dem „Querdenker-Award“, dem „Bundesehrenpreis für Fruchtgetränke 2011“. Die Truppe war super gelaunt und hatte eine große Aromatheke aufgebaut. Hier konnte man an einer „Geschmacks“-Führung teilnehmen und unter anderem neue Obstsorten wie die Guanabana-Frucht aus Vietnam kennenlernen oder unterschiedliche Mango-Sorten testen. Es wurde sich sehr viel Zeit für Fragen und die Verkostung genommen und ich bin von dem tollen Unternehmen begeistert. Vielleicht sollte ich der Firma bald mal einen Besuch abstatten?

Website: http://www.true-fruits.com

Süße Augenweiden: Törtchen Törtchen aus Köln

Törtchen_törtchen4 Pralinen von Törtchen-TörtchenUih was ist denn das? Gott sieht das lecker aus! Ich bin am Stand von TörtchenTörtchen aus Köln. Meine Begleitung, eine waschechte Kölnerin, weiß sofort Bescheid: Ja die sind super, dann müssen wir unbedingt mal gemeinsam hin und uns durch das Sortiment futtern! Extrem lecker! Das glaube ich ihr sofort: Minitorten, Pralinen und Macarons, jedes sieht leckerer aus als das andere. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ist das der Torten-Himmel? Anscheinend schon, der Inhaber Matthias Ludwigs, Patissier des Jahres 2009, hat wahre Meisterwerke erschaffen. Ganz bald werde ich mir einen Kalorien-Overkill gönnen und einem der 4 Läden einen Besuch abstatten. Und vielleicht auch noch so eine große, herrlich pinke Tassen für die Naschkatze in mir kaufen…Mehr Infos sowie die Möglichkeit, Kurse zu buchen, findet ihr hier:

Website: www.toertchentoertchen.tv

Faires Olivenöl aus Spanien: Azada

Azada Organic OlivenölAzada Organic wurde 2009 gegründet und ist im katalonischen Teil Spaniens beheimatet. In den 70er Jahren kaufte der Vater eines der beiden Gründer Stück Land in Tivissa, um es nach ursprünglichen und traditionellen Methoden zu bewirtschaften. „El Azada“ bedeutet „die Hacke“, gemeint ist damit die Hacke, mit der das Feld bearbeitet wird. Ich hatte das Vergnügen zahlreiche Öle, viele davon bereits prämiert, zu probieren z.B. Pistacho, Hazelnut und Peanut-Öl. Sehr lecker! Besonders schön finde ich es, dass alle Öle rein biologisch angebaut werden. Für alle Anfänger wie mich empfehle ich eines der Probiersets (http://www.azadaorganic.com/linea/sets-de-regalo), auch eine schöne Geschenkidee für Weihnachten:

Website: www.azadaorganic.com

Mein Favorit Nr. 1: Fattoria la Ponte – Handgemachte Köstlichkeiten aus Italien


Ja, Olivenöle gibt es wie Sand am Meer. Balsamico auch. Und Schokolade ist auch nichts Besonderes – oder? Im Fall des Unternehmens „Fattoria La Ponte“ finde ich: oh doch! Das Unternehmen bietet Produkte in 3 Bereichen: Feinste Olivenöle aus der Toskana, echten Balsamico aus Modena und Cioccoilata, eine Schokolade aus der Gran Cru-Kakaupflanzen und Olivenöl. Ich habe alles probiert und Himmel, war das lecker! Besonders der süßlich-klebrige Balsamico und die butterweiche, zart-schmezige Schokolade haben es mir angetan. Hätte ich mehr Geld dabei gehabt, hätte ich den ganzen Stand leerkaufen können. Auch meine Begleitung, eine Kennerin der feinen Schokolade, war von der Cioccoilata ganz angetan. Alles in allem ganz tolle, exklusive und hochwertige Produkte, die ihr hier erwerben könnt:

Website: www.fattoria-la-ponte.de
Facebook: www.facebook.com/pages/Fattoria-la-Ponte

Nachtrag: Leider gibt es diese tolle Firma nicht mehr 🙁 

Mein Favorit Nr. 2: Teufelswerk & Engelsgabe


Teuflich lecker! Das Unternehmen stellt in reiner Handarbeit Fruchtkonfekt und Dattelkonfekt-Kugeln her, die aus Bio-Zutaten hergestellt und obendrein vergan sind. Bei den Dattelkonfekt-Kugeln gibt es insgesamt 6 Variationen: Mandel, Kakao & Kaffee, Kakao & Besam, Kakao & Haselnuss, Kakao & Kirsche sowie Kakao, Minze & Kokos. Grundlage aller Kugeln sind immer Datteln und ausgewählte Zutaten wie Bourbon Vanille, Zimt oder Kakao. Die köstlichen Kugeln sind zudem frei von Zusatzstoffen, Gluten oder Lactose.

Die Verpackung ist wunderschön und die süßen Köstlichkeiten eine echte Leckerei, die man sich ab und an mal gönnt. Sie sind nicht zum Runterschlingen gedacht, da sie schnell satt machen. Tolle Produkte, die mit Liebe gemacht sind! Was will man mehr?

Website: www.teufelundengel.de
Facebook: www.facebook.com/teufelundengel

 

Es gibt immer was zu meckern: was ich nicht gut fand

 

1. Schrecklicher Chai-Tee

Chai LatteIch bin ein leidenschaftlicher Tee-Fan und trinke in der kalten Jahreszeit besonders gerne Chai-Tee mit Milch und etwas Honig. Daher freute ich mich, als ich den Stand einer bekannten Firma mit einem großem Chai-Latte Sortiment entdeckte. Ein großer Schluck – und ich hätte ihn am liebsten wieder ausgespuckt. Er war extrem süß und hatte meiner Meinung nach überhaupt nichts mehr mit dem original Chai-Gewürz zu tun. Es war aromatisiertes Zucker-Pulver, mehr nicht. Ich muss dazu sagen: ich arbeite in der Zentrale des größten Tee-Facheinzelhändlers in Deutschland. Ich kenne mich also entsprechend gut mit Tee aus. Trotzdem bin ich sehr neugierig, neutral und unvoreingenommen an diesen Stand rangegangen. Doch ich war echt enttäuscht und fast sauer, dass Leuten sowas als Chai-Tee verkauft wird. Mein Tipp: holt euch lieber ein hochwertiges Chai-Gewürz und genießt den mit Milch und süßt ihn nach Geschmack mit Honig – schmeckt tausendmal besser!

2. Fast Food auf einer Genuss-Messe?

Pasta CurrywurstIch bin davon ausgegangen, dass auf einer Genuss-Messe hochwertige Produkte verköstigt und erkundet werden können. Doch zwei Stände vielen mir negativ auf: bei dem einem gab es „XXL Riesen Currywurst“ und bei dem anderen „Pasta Currywurst“. Für manche mag Currywurst ja ein Genuss sein, in Ordnung. Doch auf einer Genuss-Messe hätte ich dies einfach nicht erwartet. Das hat eine Fastfood-Mentalität, die ganz weit weg von dem liegt, was ich unter Genuss verstehe. Gott sein Dank waren dies aber wirkliche Ausnahmen, alle andere getesteten Stände waren auf einem hohen Qualitäts-Niveau.

Fazit:

Insgesamt war es eine sehr schöne und abwechslungsreiche Messe, auf der man viel erkunden, entdecken und probieren konnte. Auf vielen Genuss-Messen folgt ein Weinstand dem anderen, dies war hier nicht so, was mich gefreut hat. Ich hätte es noch schön gefunden, wenn noch mehr kleine Manufakturen den Weg hierher gefunden hätten und weniger die großen Marken, ab dies ist wohl auch immer eine Frage des (Stand)Preises. Ich meckere aber auf hohem Niveau, es hat viel Spaß gemacht und ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wiederkommen.

 

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1 Gedanke zu “Review: Die Eat&Style 2013”

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